Künstliche Intelligenz Einsatz von KI in der modernen Kommune

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat in einer Studie erfasst, welche Potenziale, aber auch Risiken mit der Nutzung von KI-Lösungen in Kommunen und Regionen verbunden sind.

Künstliche Intelligenz ist in der Stadtplanung angekommen.(Bild: ©  sabelskaya – stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz ist in der Stadtplanung angekommen.
(Bild: © sabelskaya – stock.adobe.com)

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beschäftigt sich in seinen Projekten mit Themen rund um Stadtentwicklung und Raumordnung. Die Ergebnisse sollen die Entscheidungen der Bundespolitik wissenschaftlich unterstützen. Zum Thema „Smart City“ veröffentlicht das BBSR regelmäßig, beispielsweise 30 kommunale Praxisbeispiele im vergangenen Jahr oder kürzlich eine interaktive Storymap. Nun gibt es eine Untersuchung zu KI-Anwendungen für die Stadtentwicklung.

Die Studie „Künstliche Intelligenz in smarten Städten und Regionen“ hatte laut BBSR zum Ziel, Potenziale für den Einsatz von KI auf kommunaler Ebene aufzuzeigen und konkrete Anwendungsfelder und Beispiele aus der Stadtentwicklung handlungsorientiert aufzubereiten. Auch ethische und rechtliche Aspekte wurden aufgenommen.

Ergebnis ist ein umfassendes Werk, das sowohl den KI-Begriff allgemein und im kommunalen Kontext klärt als auch aktuelle KI-Anwendungen anaylsiert, Fallbeispiele aufzeigt sowie Einschätzungen von Fachleuten liefert. In einem rechtlichen Exkurs zu nationalem und europäischem Recht wird zudem auf regulatorische Rahmenbedingungen eingegangen.

Besonders wertvoll für Kommunen dürften die Fallbeispiele sein. Neun Projektsteckbriefe zeigen typische kommunale Einsatzfelder, wie den Umgang mit Extremwetter oder die Steuerung technischer Anlagen. „KI wird bereits erfolgreich für die Verschränkung der operativen und planerischen Ebene, die Nutzung, Aufbereitung und Verknüpfung sektorübergreifender Daten, das (teil-)automatisierte Infrastruktur-Monitoring, die bedarfsgerechte Steuerung und Verteilung von Ressourcen sowie für bessere Zugangsmöglichkeiten zu kommunalen Diensten und Prozessen für Bürgerinnen und Bürger eingesetzt“, heißt es in der Studie zusammenfassend. Aus technischer Sicht seien dabei vor allem KI-Leistungen im Hinblick auf Mustererkennung (Modelle der Bild- und Videoerkennung), Planung (Vorhersagemodelle) und ­Interaktion (generative Modelle) anzutreffen.

„Kommunen benötigen ein Basisverständnis von KI und müssen wissen, wo sie extern zusätzliche Kompetenz einholen können“, wird in der Studie betont. Zentrale Stellschrauben für die kommunale KI-Integration seien

  • Vernetzung und Kooperation,
  • die Förderung des Verständnisses, wie technische und organisatorische Aspekte zusammenwirken,
  • der grundlegende Ausbau der kommunalen IT-Infrastruktur, zum Beispiel mittels einer kommunalen Datenstrategie.

Es brauche, verdeutlicht das Bundesinstitut, eine „klare Vision und den Willen auf allen Ebenen, KI-Projekte in der Kommune umzusetzen“.

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Die Veröffentlichung „Künstliche Intelligenz in smarten Städten und Regionen“ kann online als PDF abgerufen oder als gedruckte Ausgabe kostenfrei bestellt werden.

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