Open Source

Eine Plattform für mehr digitale Souveränität

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Projektsteuerung mit GitLab

Open CoDE ist vor allem GitLab“: Die Code-Repository-Plattform kann genutzt werden, um Projekte sichtbar zu machen und gezielt daran zu arbeiten. Es ist demnach ein (Git-)versionierter und öffentlicher Ablageort für Quellcodes und bietet Raum für Projekte. Der ausgestellte Code kann außerdem auch auf anderen Git-basierten Systemen ausgestellt oder von dort gespiegelt werden, wie zum Beispiel GitHub. Es wird allerdings empfohlen, nur ein Git zu pflegen und Projekte nicht an mehreren Orten zu entwickeln.

Das Open-Source-Projekt sollte auf Open CoDE ­sichtbar werden. Doch wie werden Codes eigentlich geteilt? Dazu benötigt es lediglich vier Schritte:

  • 1. Softwarehersteller der ÖV können sich auf Open Code registrieren und ein Projekt auf Open CoDE erstellen.
  • 2. Dazu brauchen sie einen Partner der ÖV, der ihnen die Zugänge bereitstellt.
  • 3. Die Freigabe des Codes sollte zunächst als Open Source geklärt werden. Hier können die Guidelines helfen. Danach kann veröffentlicht werden.
  • 4. Der Code muss regelmäßig aktualisiert und gewartet werden.
  • 5. Weitere Empfehlungen: Die Bekanntgabe der veröffentlichten Software über die eigenen Kommunikationskanäle.

openDesk: eine Alternative

Mit openDesk gibt es noch eine Open-Source-Alternative im Bereich Arbeitsplatzumgebung. Die Basisvariante wurde Anfang des Jahres 2024 aufgebaut und enthält alle notwendigen Anwendungen für die Produktivität, Kollaboration und Kommunikation. OpenDesk ist eine Maßnahme innerhalb der gemeinsamen Strategie zur Stärkung der Digitalen Souveränität von Bund, Ländern und Kommunen und damit ebenso ein wichtiger Schritt, um sich von den Abhängigkeiten in der IT zu lösen. Somit ist openDesk „der Souveräne Arbeitsplatz“ für die öffentliche Verwaltung. Es bietet ein Paket digitaler Werkzeuge, die kostenlos, quelloffen und souverän sind. Für die Umsetzung sind folgende Merkmale relevant:

  • Open Source: Alle Module sind freie und quelloffene Software, deren Softwarepakete im Open CoDE Repository zu finden sind.
  • Modularität: Behörden können­ aus verschiedenen Open-Source-Modulen wählen.
  • Austauschbarkeit: Produkte können im Laufe der (weiteren) Entwicklung flexibel ausgetauscht werden, ohne die gesamte­ Funktionalität zu beeinträchtigen.
  • Interoperabilität: Der Souveräne Arbeitsplatz wird in einer heterogenen Softwarelandschaft nutzbar sein, z.B. durch Anbindung an bestehende (Fach-)Anwendungen über Schnittstellen und APIs.

Erfolge und Aussichten

Wie sieht Erfolg aus? Von Erfolg kann man sprechen, wenn die richtigen Parteien in jeder­ Phase des Open-Source-Projektes beteiligt waren. Dabei durchlaufen Projekte einen Lebenszyklus­ in verschiedenen Etappen:

  • Der Vorschlag: Ein Bedarf oder eine Notwendigkeit besteht. ­Daraus ergibt sich die Analyse, Vorbereitung und Planung von ­Ressourcen und Arbeiten, die ­vorgelegt werden.
  • Die Inkubation: Ein Vorschlag wurde genehmigt und die Mittel werden bereitgestellt. Die Entwicklung beginnt und man schafft die Basis für das Projekt.
  • Die reife Phase: Man befindet sich auf dem richtigen Weg, hat schon mehrere erfolgreiche ­Releases geschafft. Eventuell ­bestehen noch wenige Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.
  • Die Kernphase: Das Projekt erreicht ein breites Publikum. Nun kann das Tempo beibehalten werden.
  • Die Projektarchivierung: Das Projekt hat sein Ziel erreicht und muss nun archiviert werden.

Um gewisse Ziele zu erreichen, muss auch immer Nutzerforschung betrieben werden. Denn von wertvollem Feedback kann man lernen.

GitLab hat es schon so weit geschafft, unter den Top 5 für Open-Source-Projektmanagement-Tools des Jahres 2024 gezählt zu werden. Deshalb blicken Open CoDE und openDesk auch mit großen Plänen in die Zukunft:

Die Plattformen sollen weiter ausgebaut und nutzerfreundlicher gestaltet werden, sodass mehr Klarheit und noch mehr Transparenz geschaffen wird, um offene Fragen zu klären und die Bedarfe der öffentlichen Verwaltung stetig und optimal anzupassen. Dabei wird auf eine europäische und internationale Vernetzung geachtet. Zudem sollen weitere Best-Practice-Beispiele und sogenannte „How to's“ mit der Community geteilt werden.

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