Öffentliche IT-Dienstleister ZenDiS und DigitalService sind neue Mitglieder bei govdigital

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Der DigitalService des Bundes und das Zentrum für Digitale Souveränität des Bundes (ZenDiS) haben sich der Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister govdigital angeschlossen – die Zusammenarbeit verspricht Vorteile für beide Seiten.

Agile Produktentwicklung und digitale Souveränität: Die Ausrichtung der beiden neuen Mitglieder passe sehr gut zu den Aufgaben der Genossenschaft, heißt es von govdigital.(© chaylek – stock.adobe.com)
Agile Produktentwicklung und digitale Souveränität: Die Ausrichtung der beiden neuen Mitglieder passe sehr gut zu den Aufgaben der Genossenschaft, heißt es von govdigital.
(© chaylek – stock.adobe.com)

Mit dem Beitritt zur Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister eröffnen sich für das ZenDiS wie auch für die Digitalservice GmbH des Bundes neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen. Der DigitalService will die agile Software-Entwicklung und das nutzerzentrierte Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung als Standard etablieren und nutzt dafür auch die Fellowship-Programme Tech4Germany und Work4Germany, bei denen Bundesministerien oder -behörden über mehrere Monate mit externen Experten gemeinsam in Projekten arbeiten. Im Fokus steht also die Begleitung der digitalen Transformation und die Entwicklung digitaler Services für die Bundesverwaltung, wie Anja Theurer, CFO des DigitalService, erklärt. Immer häufiger wirkten Projekte jedoch über die Ebene des Bundes hinaus: „Durch die Mitgliedschaft in govdigital können wir wirkungsvoller mit Akteuren auf anderen föderalen Ebenen zusammenarbeiten“, so Theurer.

ZenDiS versteht sich als „Start-up im Staat“, als Vermittler zwischen der Verwaltung und der Open-Source-Community. Das Zentrum begleitet gemeinsame Entwicklungsprojekte und setzt sich für gemeinsame Standards und Vereinheitlichung ein. Die öffentliche Hand soll in die Lage versetzt werden, frei zwischen IT-Lösungen, IT-Komponenten und Anbietern wählen zu können. „Mit dem Beitritt zu govdigital schaffen wir eine weitere Möglichkeit für Länder und Kommunen, Open Source Software (OSS) einfach, vergaberechtskonform und schnell zu beauftragen“, sagt Andreas Reckert-Lodde, Interimsgeschäftsführer der ZenDiS GmbH. Somit könnten auch verwaltungsübergreifende Open-Source-Projekte durchgeführt und der effiziente Einsatz von OSS für die öffentliche Hand gemeinsam mit den öffentlichen IT-Dienstleistern sichergestellt werden.

Auf der anderen Seite bedeutet der Beitritt der beiden Organisationen auch für die Genossenschaft eine Stärkung und einen Zugewinn an Kompetenzen, wie Martin Schallbruch, CEO der govdigital, betont. Mit dem Zentrum für Digitale Souveränität teile man die gleichen Ziele: „Als Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister wollen wir die öffentliche Verwaltung möglichst souverän, resilient und sicher aufstellen – dafür ist der breite Einsatz von Open Source ein wichtiger Baustein.“ Die Zusammenarbeit solle nun weiter intensiviert werden. Die Digitalservice GmbH des Bundes wiederum bringe die „Produktisierung“ innovativer Anwendungen im öffentlichen Sektor voran. „Der DigitalService bringt Expertise für agiles, nutzerzentriertes Arbeiten und einen neuen Spirit in die Verwaltungsdigitalisierung“, so Schallbruch.

Mit den neuen Mitgliedern zählt die im Dezember 2019 gegründete govdigital eG inzwischen 27 Mitglieder – öffentliche IT-Dienstleister und Unternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam moderne Technologien für die öffentliche Verwaltung voranzutreiben.

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