Digitalisierung Ein Standard für digitale Zwillinge

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

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Das Team des Kooperationsprojektes Connected Urban Twins hat einen Standard für urbane digitale Zwillinge erarbeitet. Die neue DIN soll als Leitfaden für Städte und Kommunen dienen.

Urbane digitale Zwillinge sind digitale Abbilder von Städten und ermöglichen durch Simulation eine effizientere Stadtentwicklung und -planung.(©  AlexCaelus - stock.adobe.com / KI-generiert)
Urbane digitale Zwillinge sind digitale Abbilder von Städten und ermöglichen durch Simulation eine effizientere Stadtentwicklung und -planung.
(© AlexCaelus - stock.adobe.com / KI-generiert)

Über zwei Jahre wurde am Standard für „digital twins“ gearbeitet, nun liegt er vor. Mit der neuen DIN SPEC 91607 „Digitale Zwillinge für Städte und Kommunen“ gibt es jetzt eine Grundlage für die Stadtverwaltungen, um ihre Projekte rund um digitale Zwillinge effektiv planen und implementieren zu können. Eine Standardisierung der Vorgehensweisen soll ­dazu führen, dass eine Kooperation zwischen verschiedenen Anwendern vereinfacht wird.

Herzstück der neuen Spezifikation sind die Anwendungsfälle, die auf über 100 identifizierten Nutzungsszenarien aus den Bereichen Mobilität, Energie, Umwelt, Sicherheit und Stadtplanung basieren. Diese Best Practices sollen ein einheitliches Verständnis der Thematik fördern.

Hamburg, Leipzig, München

Hamburg ist eine von drei Partnerstädten, die sich im Projekt „Connected Urban Twins“ einbringen – eines von 73 Smart-City-­Modellprojekten. Ebenfalls mit an Bord: Leipzig und München. Dieses Team aus drei Städten und insgesamt 70 Fachleuten hat die DIN erarbeitet. Gemeinsam werden aber auch digitale Zwillinge ent­wickelt und erprobt, zudem kümmert sich das Team um den Wissenstransfer.

„Die städteübergreifende Zusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zu einer europäischen Sicht auf die Digitalisierung von Verwaltung und Stadtentwicklung“, sagt Hamburgs CIO Christian Pfromm. Er ist überzeugt, dass mithilfe digitaler Zwillinge städtische Prozesse transparenter, effizienter und bürgernäher gestaltet werden können – „von der besseren Verkehrsplanung bis hin zur nachhaltigen Nutzung öffentlicher Räume“.

In Leipzig freut man sich über den Erfolg der Standardisierungs­initiative. „Diese DIN SPEC unterstützt Städte und Kommunen national und international dabei, praktische Ansätze für die Implementierung digitaler Zwillinge für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadtentwicklung zu entwickeln“, sagt Beate Ginzel, Leiterin Referat Digitale Stadt Leipzig.

Laura Dornheim, CDO der Stadt München, ergänzt: „Mit dem DIN-Standard haben wir einen entscheidenden Schritt geschafft für eine moderne, vernetzte und nachhaltige Stadtentwicklung, die den unterschiedlichen Anforderungen der Stadtgesellschaft gerecht wird.“

Das Projekt CUT wird im Rahmen des zweiten Förderaufrufs des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit 21 Millionen Euro Bundesmitteln gefördert, die durch rund elf Millionen Euro der drei Partnerstädte ergänzt werden. Die fünfjährige Laufzeit des Projekts endet im Dezember 2025.

Weitere Informationen

Die DIN SPEC 91607 „Digitale Zwillinge für Städte und Kommunen“ steht unter der Lizenz CC BY 4.0 allen Interessierten zur Verfügung.

Zur DIN SPEC 91607

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