München Digitalrat startet Digitalisierungsoffensive

Von Johannes Kapfer Lesedauer: 2 min |

Anbieter zum Thema

Der Münchener Stadtrat hat in seiner aktuellen Sitzung die Gründung eines Digitalrats in der bayerischen Landeshauptstadt beschlossen. Unter der Führung des jeweiligen CDO der Stadt München soll der Digitalrat Empfehlungskompetenzen bei der Digitalisierung erhalten.

In München wurde die Neugründung eines Digitalrats beschlossen. Er soll ein Abbild der Münchener Stadtbevölkerung darstellen und beratende Kompetenzen erhalten.
In München wurde die Neugründung eines Digitalrats beschlossen. Er soll ein Abbild der Münchener Stadtbevölkerung darstellen und beratende Kompetenzen erhalten.
(© franz12 - stock.adobe.com)

Er soll verschiedene Perspektiven der Digitalisierung beleuchten, wissenschaftlichen Input verarbeiten und divers besetzt sein. Die Rede ist vom Digitalrat der Stadt München, der am vergangenen Mittwoch in der Stadtratssitzung beschlossen wurde. Der Antrag zur Neugründung eines solchen Digitalrats war bereits im Januar 2019 unter dem Titel „Münchens digitale Zukunft gestalten – Digitalisierungsoffensive starten“ gestellt worden. Aufgrund der Covid-19 Pandemie konnte der ursprüngliche Zeitplan jedoch nicht eingehalten werden.

Der Stadtrat hat das IT-Referat der Stadt München unter der Leitung von Dr. Laura Sophie Dornheim damit beauftragt, die Geschäftsstelle des Digitalrats zeitnah einzurichten und bis zum Ende des ersten Geschäftsjahrs eine Einschätzung der benötigten Kapazitäten und einen vorläufigen Budgetplan einzureichen.

Die Besetzung und die Aufgabenbereiche des Münchener Digitalrats

Laut dem Beschluss vom 26. Juli 2023 sollen die Fraktionen des Münchner Stadtrats Vorschläge für die Mitglieder des Digitalrates einreichen. Im Wortlaut heißt es: „Das IT Referat wird auf Basis dieser Vorschläge und wo möglich in Anlehnung an die Sitzverteilung des Stadtrates eine fachlich begründete Zusammensetzung des Digitalrates inklusive potentieller Nachrücker entwerfen, die die Vorschläge aller Fraktionen angemessen berücksichtigt und diese Zusammensetzung mit den Fraktionen abstimmen. Diese abgestimmte Besetzung wird dann vom Stadtrat im Paket verabschiedet.“

Die Besetzung des Münchener Digitalrats soll nach einem festen Schema gestaltet werden. Jeweils bis zu zwei Mitglieder des Digitalrats sollen aus den Bereichen Forschung und Lehre, Handel und Wirtschaft, Wohlfahrt und Sozialarbeit, Kultur sowie Bürgerschaftliches Engagement bestimmt werden.

Um die diverse Münchener Stadtbevölkerung möglichst allumfassend repräsentieren zu können, wird zusätzlich noch jeweils eine Person aus den Bereichen Migration, Menschen mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche, Senioren sowie LGBTIQIA+ in den Digitalrat berufen. Den Gesamtvorsitz wird der jeweilige CDO der bayerischen Landeshauptstadt innehaben.

Zukünftig soll der Digitalrat – nach eigenem Ermessen – selbständig Themen und Problemstellungen der Digitalisierung identifizieren und dementsprechende Lösungsansätze und Strategien erarbeiten. Unter Berücksichtigung des gesamten digitalen Umfelds Münchens sowie der Kernbereiche der Digitalisierungsstrategie, Stadtgesellschaft, Stadtverwaltung und Infrastruktur soll das neue Gremium weiterhin zu strategischen sowie zu operativen Themen und Herausforderungen Einschätzungen abgeben. Dabei kann es sich – gemäß der aktuellen Beschlusslage – um konkrete Handlungsempfehlungen, Stellungnahmen oder Auskünfte handeln. Weiterreichende Kompetenzen, die über den empfehlenden Charakter hinausreichen, soll der Digitalrat nicht erhalten.

(ID:49627810)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung