Digitalisierung, Datensicherheit, Verwaltungscloud Digitale Souveränität im Zeitalter der KI

Ein Gastbeitrag von Dr. Daniel Holz 4 min Lesedauer

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Die Öffentliche Hand steht mehr denn je vor der Herausforderung, die Digitale Souveränität in einer Ära der Künstlichen Intelligenz zu wahren. Kaum ein anderer Bereich muss daher auch so penibel auf den Datenschutz achten wie sie.

„Es ist unsere Pflicht, die Privatsphäre und die Datenrechte zu schützen und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen.“(©  Kabeera - stock.adobe.com)
„Es ist unsere Pflicht, die Privatsphäre und die Datenrechte zu schützen und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen.“
(© Kabeera - stock.adobe.com)

Die Bedeutung des Datenschutzes in der Öffentlichen Verwaltung kann nicht überbetont werden. Kaum ein anderer Tätigkeitsbereich beschäftigt sich mit derart vielen, besonders vertraulichen und im höchsten Maße personenbezogenen Daten, wie dies in den tausenden Rathäusern und Verwaltungsämtern Deutschlands der Fall ist.

Im täglichen Umgang mit personenbezogenen Daten unzähliger Bürger und Bürgerinnen gilt es, nicht nur Verantwortung für die eigene Organisation zu tragen, sondern auch die Datenschutzrechte aller Beteiligten zu schützen und dem Vertrauensvorschuss der ­Bevölkerung gerecht zu werden. In Zeiten angespannter Budgets für den öffentlichen Dienst und dessen Digitalisierungsbemühungen ist dies besonders herausfordernd in der Umsetzung.

Die Verwaltungscloud hat den Datenschutz und die Digitale Souveränität in ihren Grundbausteinen implementiert.

Den Ämtern und Behörden kommt außerdem eine ganz besondere Verantwortung zu, die in ihrer Sonderstellung bei der Interaktion mit der „Kundschaft“ begründet ist: Die Alternativlosigkeit des Prozesses. Bürger und Bürgerinnen ­müssen jeden Antrag und jedes Formular in exakt dem für sie zuständigen Amt bearbeiten lassen. Daher sind sie zwangsläufig auf die dort gepflegten Abläufe und vorhandenen Datenschutzmaßnahmen angewiesen.

Datenschutz im Zeitalter des Internets

Die zentrale Bedeutung des Datenschutzes wurde uns erst durch die Erfolgsgeschichte des Internets so richtig vor Augen geführt. Spätestens durch Big Data und die vielfältigen Möglichkeiten, aus Daten einen Mehrwert zu erzeugen, ist aus dem Überbegriff Datenschutz eine untergeordnete Disziplin entstanden: Die Digitale Souveränität. Bei der Digitalen Souveränität geht es speziell darum, den Daten­eigentümern die Verfügungshoheit über die weitere Verwendung ihrer Daten zurückzugeben. Es ist ein Paradigmenwechsel, der notwendig wurde, um die Privat­sphäre und die Rechte der Bürger zu schützen.

Nun befinden wir uns an der Schwelle zum nächsten Paradigmenwechsel. Der großflächige und mit jedem Tag raffiniertere Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellt das fehlende Glied dar, das die schier unbeherrschbaren Datenmengen aus der Big-Data-Periode zielführend nutzbar macht.

Verantwortung der ­Datennutzer

Künstliche Intelligenz ermöglicht es, aus Daten nicht nur Erkenntnisse zu gewinnen, sondern auch Vorhersagen zu treffen, Muster zu erkennen und Automatisierung auf ein völlig neues Niveau zu heben. In der Öffentlichen Verwaltung ­bedeutet dies eine effizientere Arbeitsweise und eine verbesserte Servicequalität für die Bürger.

Mit der Macht der Künstlichen ­Intelligenz geht jedoch auch eine enorme Verantwortung einher. Der berühmte Satz „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ aus der Popkultur könnte im Zusammenhang mit Digitaler Souveränität nicht passender sein. Wer viele Daten verwaltet und diese mit Hilfe von KI vollumfänglich auswertet, dem kommt eine besonders große Verantwortung zu. Es ist unerlässlich, sicherzustellen, dass diese ­Daten sicher, korrekt und nicht zuletzt ethisch verarbeitet werden. Damit dies gelingt, muss die Kontrolle über Daten zu jeder Zeit in Menschenhand gelegt werden ­können. Genauer gesagt: In die Hände derjenigen, die für die Verwaltung und Verarbeitung dieser Daten verantwortlich zeichnen – in die Hände der Verwaltung selbst.

Auf der nächsten Seite: Die Verwaltungscloud.

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