Prompt-a-thon 2025 Digitale Assistenten für die Verwaltung

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Dass Bürgerdienste zukünftig völlig anders auftreten können, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Hackathons bewiesen. Dabei standen insbesondere die künstliche Intelligenz und deren Möglichkeiten im Fokus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Prompt-a-thon in Hürth.(Bild:  Wolters Kluwer Deutschland)
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Prompt-a-thon in Hürth.
(Bild: Wolters Kluwer Deutschland)

Der Einsatz künstlicher Intelligenz sorgt bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung für komplett neue Möglichkeiten. Dies zeigte sich erneut beim zweiten GovTech Prompt-a-thon, der vergangene Woche im deutschen Hauptsitz von Wolters Kluwer in Hürth stattfand. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten in interdisziplinären Teams innovative Ansätze für Verwaltungsprozesse.

Den ersten Platz des Wettbewerbs belegte das Team „AuskunftAI“ mit der Entwicklung eines KI-Assistenten, der vulnerable Gruppen beim Einrichten einer Auskunftssperre nach dem Bundesmeldegesetz unterstützen soll. Die gezeigte Lösung ermöglicht es Betroffenen, barrierearm mit den zuständigen Ämtern und Behörden in Kontakt zu treten und einen Antrag gemäß Paragraph 51 des Bundesmeldegesetzes zu stellen.

Das Gewinnerteam „AuskunftAI“.(Bild:  Wolters Kluwer Deutschland)
Das Gewinnerteam „AuskunftAI“.
(Bild: Wolters Kluwer Deutschland)

„An nur einem Tag haben die Teilnehmer eindrucksvoll demonstriert, welches Potenzial künstliche Intelligenz für die öffentliche Verwaltung bereithält“, erklärt Burkhardt Vitt, Business Manager Public Digital & Customer Solutions bei Wolters Kluwer Deutschland.

Das zweitplatzierte Team entwickelte „Mira“, einen KI-Ratgeber und Assistenten für Inklusionsthemen. Den dritten Platz hingegen erreichte „YODO (You Only Divorce Once)“. Dabei handelt es sich um einen KI-Scheidungsassistenten, welcher Justiz und Bürger entlasten soll. Die Siegerteams erhielten Sachpreise im Gesamtwert von 1.000 Euro.

Insgesamt präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer acht verschiedene Lösungsansätze, die auf generativen KI-Modelle wie GPT basieren. Die Anwendungsbereiche reichten von der Automatisierung von Arbeitsabläufen über die Korrektur von Fachtexten bis hin zur Umstrukturierung von Informationen und der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern.

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Studierende und Mitarbeiter aus dem öffentlichen Sektor. Aber auch Expertinnen und Experten aus IT, Rechtswesen sowie dem Projektmanagement durften am zweiten Prompt-a-thon teilnehmen. Erfahrene Mentoren und KI-Experten von Fraunhofer FIT, Gateway Hochschulen Köln und Wolters Kluwer unterstützten die Teams bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Ideen.

Die Bewertung der Projekte übernahm eine Fachjury mit Vertreterinnen und Vertretern aus der GovTech-Branche. Valentina Kerst, Senior Partner Managerin beim KI Bundesverband, Arne Schömann, GenAI Lead bei IT.NRW, Torsten Sterzenbach, Leiter Stabsstelle Strategische Themen und Allianzen beim Landschaftsverband Rheinland, sowie Burkhardt Vitt von Wolters Kluwer brachten hierbei ihre Expertise ein.

Das Themenfeld der künstlichen Intelligenz ist für Wolters Kluwer kein Neuland. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des niederländischen Informationsdienstleisters beschäftigen sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit den Möglichkeiten und Fähigkeiten von KI. Weltweit erzielt das Unternehmen derzeit in etwa die Hälfte seiner Digitalumsätze mit Produkten, die einen oder mehrere KI-Bausteine beinhalten. In Deutschland ist Wolters Kluwer mit digitalen Rechtsinformationen, der eGovPraxis-Produktfamilie sowie Softwarelösungen wie dem AntragsManager in etlichen Kommunen präsent.

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