Künstliche Intelligenz und Distributed-Ledger-Technologie

Die Verwaltung braucht Know-how und Kooperationen

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Projekte aus dem Ausland

Im internationalen Vergleich zeigt der Bericht, dass in anderen Ländern schon zahlreiche KI- und DLT-Projekte in den Regelbetrieb übernommen wurden – sowohl Einzelanwendungen wie die automatisierte Verkehrssteuerung oder die Verifikation von Dokumenten und Zeugnissen als auch umfassende digitale Infrastrukturen als Grundlage für Verwaltungsdienstleistungen wie die Anmeldung eines Wohnsitzes oder die Kindergeld-Beantragung.

Das TAB nennt in der Analyse mehrere Projekte und Anwendungen aus dem Ausland, die als Beispiel für die deutsche Verwaltungslandschaft dienen können, darunter „AuroraAI“ aus Finnland, das die öffentlichen Verwaltungen miteinander verknüpfen und ein Netzwerk der digitalen Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen bereitstellen will. Das finnische Projekt ist Teil der nationalen KI-Strategie und setzt auf eine offene Systemarchitektur. Inhaltlich werden dabei KI-Anwendungen für einzelne Lebenslagen entwickelt, die dann entsprechend individualisierte Dienstleistungen und Vorschläge für die Bürger filtern und anbieten. Auch weiterführende Dienste werden laut Bericht vermittelt – im Falle der Lebenslage „Scheidung“ beispielsweise der Kontakt zu Mediatoren.

Auch „Surtrac“ der US-amerikanischen Stadt Pittsburgh wird als Beispiel genannt. Dieses Projekt dient der automatisierten Verkehrssteuerung, um die Verkehrsbelastung in der Stadt zu verringern und nimmt laut Bericht „hinsichtlich der technischen Ausgestaltung und der Marktreife weltweit eine Vorreiterrolle ein“. „Surtrac“ erfasse das Verkehrsaufkommen in Echtzeit und aktualisiere die Verkehrsführung unmittelbar. Das auf einer dezentralen Steuerung basierende System sei somit leicht skalierbar, weitere Ampelanlagen könnten ohne Veränderungen des bestehenden Netzwerks hinzugefügt werden. Zudem werden laut Bericht Rechenengpässe, die bei herkömmlichen zentral gesteuerten Verkehrsleitsystemen auftreten können, durch den Einsatz der dezentralen Steuerung vermieden.

Ein weiteres Beispiel ist „Stadjerspas“ aus den Niederlanden, ein Gutscheinsystem, das auf DLT-Basis einkommensschwachen Bürgern ermöglicht, kostengünstig an kulturellen Angeboten teilzunehmen. Dabei prüft die Stadtverwaltung, ob der Bürger, der sich online für Stadjerspas angemeldet hat, anhand seines Einkommens die Voraussetzungen. Dann werden Name und Adresse an einen externen Dienstleister weitergereicht, der einen Freischaltcode für die entsprechende App zusendet. In der App werden die verfügbaren Gutscheine freigeschaltet und verwaltet, ein individueller QR-Code dient zur Validierung der verfügbaren Rabatte.

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