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„Dreidimensionale“ Berichterstattung
„Sustainability Reporting“ ist daher ein vielversprechendes Kommunikationsinstrument für Politik und Verwaltung, um glaubhaft machen zu können, dass sie sich am Konzept der Nachhaltigkeit orientieren und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Anspruchsgruppen kommunizieren möchten.
Eine solche Nachhaltigkeitsberichterstattung unterscheidet sich von den traditionellen Formen der Außendarstellung der Verwaltung und Politik durch seine integrierte Darstellung der relevanten Zusammenhänge.
Dabei werden die Auswirkungen des Verwaltungshandelns aus zahlreichen Perspektiven wie der ökonomischen, ökologischen und der sozialen Dimension sowie deren Wechselbeziehungen betrachtet.
Diese Berichterstattung macht es möglich, ein wesentliches Ziel des Sustainability Reporting zu erfüllen, das heißt, alle Anspruchsgruppen in wesentliche Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Damit verbunden ist eine leichtere Interessenabwägung zwischen allen Beteiligten, eine höhere Qualität der Entscheidungen, die Sicherung des Vertrauens der Anspruchsgruppen in die Öffentliche Verwaltung (und somit die Ressourcenversorgung) – letztlich also eine langfristige Ausrichtung des Handelns der Verwaltung. Diese zentrale Zielsetzung verknüpft die beiden Ansätze Nachhaltigkeitsberichterstattung und Open Government.
Für die Verwaltung ist das Nachhaltigkeitskonzept sogar noch wesentlicher zu berücksichtigen, als es eigentlich die Wirtschaft tut. Letztlich stellen die Gesellschaft und die Bürger der Verwaltung die Ressourcen zur Verfügung, wie zum Beispiel die finanzielle Grundlage durch Steuermittel sowie den Regierungsauftrag durch die Wahlentscheidungen. Zum anderen sind Gesellschaft und Bürger die wesentlichen Adressaten des Verwaltungshandelns.
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