Praktische Anwendungsfälle mit künstlicher Intelligenz

Der digitale Helfer

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KI ist überall

Die Einsatzmöglichkeiten für künstliche Intelligenz gehen mittlerweile deutlich weiter. Ein Anwendungsbeispiel ist die kommunale Wärmeplanung: Eines ihrer Ziele ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ­ermitteln. Der Heizbedarf eines Gebäudes ist abhängig von seiner Isolierung. Woher stammen die Daten? „Es gibt noch kein zentrales Register, das Auskunft darüber gibt, ob ein Haus beispielsweise nach KfW 85 gebaut wurde oder ein Altbau ist. Eine Möglichkeit, solche Daten zu ermitteln, wäre die Nutzung von Luftbildern sowie Bildern von Google Street View oder ähnlichen Diensten“, antwortete der IT-Architekt.

„In Deutschland gibt es Anbieter, die solche Daten bereitstellen. Mit dieser Information ließe sich der Energiebedarf in der gesamten Kommune prognostizieren.“ Ein weiteres Beispiel für den Einsatz von KI in der Verwaltung ist die Entwicklung von Fachverfahren für Kommunen. Dazu gehört mittlerweile das Beantragen oder Verlängern von Führerscheinen oder Reisepässen und das Zulassen von neuen Fahrzeugen. „Auch im Bereich der Finanz- und Personalplanung im öffentlichen Dienst sind unsere Programme im Einsatz. In Bayern berechnen wir beispielsweise rund 450.000 Personalfälle pro Monat.“

KAI kann auf die Daten von bestehenden Fällen zugreifen. Anhand von Vergleichsdaten werden Lösungen vorgeschlagen: „Ganz nach dem Prinzip ‚Gleiches muss gleich behandelt werden‘. Diese Art von Unterstützung ist eine enorme Erleichterung für unsere Kunden. Und in diese Richtung müssen sich unsere Verfahren in Zukunft entwickeln“, betonte Wiesner. Dabei müsse KI aktiv diese Unterstützung anbieten. Jedoch wies er ­darauf hin, dass die meisten KI-Produkte auf dem Markt derzeit reaktiv seien und nur Antworten auf direkt gestellte Fragen liefern.

„Unsere Systeme werden auch im Sozialwesen und im Jugendamt eingesetzt, auch in der Bearbeitung von sensiblen Daten. Bei künftigen Szenarien mit sensiblen Kundendaten steht der sorgsame Umgang mit diesen Daten in unserer eigenen Cloud an oberster Stelle. Solche Daten verlassen nie unsere BSI-zertifizierte Rechenzentren“, sagte Wiesner.

Wissen weitergeben – von anderen lernen

KI kann die Effizienz in Verwaltungen und Kommunen verbessern. Laut der OECD-Studie, ist es notwendig KI wirksam ­einzusetzen, um künftige Herausforderungen zu meistern – und zwar mit einer soliden Technologie-, Daten- und Infrastruktur-Grundlage. Wesentliche Voraussetzungen hierfür sind qualifizierte Arbeitskräfte für die Implementierung von KI in allen Sektoren und das Vertrauen der Gesellschaft.

Vertrauen wird auch durch Austausch geschaffen: Der Dialog ­zwischen Kommunen ist entscheidend, um digitale Prozesse voranzutreiben. Denn erst die Vernetzung und die gemeinsame Arbeit an Herausforderungen ermöglichen das Teilen von Lösungen, Best Practices und Anwendungsbeispielen – wie dem von KAI.

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