12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung Change Maker für mehr Wirkungsorientierung

Von Stephan Augsten 6 min Lesedauer

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Der Zukunftskongress Staat & Verwaltung geht am 9. und 10. Juni 2026 in Berlin in seine zwölfte Runde. Sechs thematische „Change Maker“ strukturieren das Programm – von Staatsreform über digitale Infrastruktur bis hin zu Zukunftstechnologien.

Nach dreimaligem Gastspiel am Westhafen kehrt der Zukunftskongress Staat & Verwaltung in das zentraler gelegene Berliner Kongresszentrum bcc am Alexanderplatz zurück.(Bild:  Wegweiser Media & Conferences GmbH Berlin (Sera Z. Kurc Photography))
Nach dreimaligem Gastspiel am Westhafen kehrt der Zukunftskongress Staat & Verwaltung in das zentraler gelegene Berliner Kongresszentrum bcc am Alexanderplatz zurück.
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eGovernment-Ausgabe 05/2026

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Rund 2.000 Teilnehmende werden Anfang Juni im bcc Berlin Congress Center erwartet, wenn der 12. Zukunftskongress Staat & Verwaltung seine Türen öffnet. Über 100 Programmpunkte verteilen sich auf zwei Kongresstage. Die von Wegweiser Media & Conferences organisierte Veranstaltung gilt als eine der zentralen Plattformen für den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft zur Digitalisierung und Modernisierung des öffentlichen Sektors in Deutschland. In diesem Jahr steht der Kongress unter dem Leitmotiv eines „Reformturbos für ein modernes, leistungsfähiges und digital souveränes Staatswesen“.

Das Format: Change Maker statt Themensilos

Bereits im Vorjahr hatte der Kongress begonnen, sein Programm stärker entlang konkreter Veränderungsfelder zu ordnen. In diesem Jahr wird das Konzept konsequent weiterentwickelt. Sechs „Change Maker“ bilden das thematische Rückgrat: Gute Politik und notwendige Staatsreform (I), Öffentliche IT, digitale Infrastruktur und Datensouveränität (II), Leadership (III), Strategische Personalentwicklung und Zukunftskompetenzen (IV), Zukunftstechnologien (V) sowie Zukunftsaufgaben (VI). Querschnittlich steht wie in den Vorjahren die Effizienz von Staat und Verwaltung im Fokus.

Der Ansatz verfolgt ein klares Ziel: Die Programmstruktur soll nicht nur abbilden, was sich verändern muss, sondern zeigen, wo und wie diese Veränderung konkret organisiert wird. Wegweiser-CEO Oliver Lorenz betonte in seinem Grußwort an die Kongress-Community: „Ein ‚Kulturwandel‘ allein reicht nicht aus. Was gebraucht wird, ist eine konsequente Leistungs- und Wirkungsorientierung – ausgerichtet auf die Bedarfe der Bürger:innen und der Wirtschaft.“ Nur ein handlungsfähiger Staat, der vorausschauend agiere, könne das Vertrauen in die Demokratie stärken.

Programmbeirat dringt auf Praxisnähe

Hinter den thematischen Schwerpunkten steht die Arbeit eines breit aufgestellten Programmbeirats, dem unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Ländern, Wissenschaft und föderalen IT-Organisationen angehören. Dass das Format der „Change Maker“ mehr sein soll als ein rhetorisches Label, unterstreicht Dr. Uda Bastians, Beigeordnete und Leiterin des Dezernats Recht und Verwaltung beim Deutschen Städtetag. Die Gliederung nach Change-Maker-Themen greife eine einfache, aber wichtige Erkenntnis auf: „Veränderung passiert nicht im Abstrakten. Sie entsteht dort, wo konkrete Aufgaben liegen und Menschen Verantwortung übernehmen“, so Bastians.

Für den Programmbeirat sei daher klar gewesen, „dass die Themen mehr leisten müssen als nur zu beschreiben, was sich ändern soll. Sie sollen zeigen, wo und wie Veränderung organisiert wird.“ Es gehe um Umsetzung, nicht um neue Strategierunden. Bastians betont zudem die Orientierungsfunktion der gewählten Schwerpunkte: „Die Themen geben Orientierung, machen Prioritäten sichtbar und zeigen, wo Bund, Länder und Kommunen gemeinsam handeln müssen.“

Ähnlich argumentiert Peter Adelskamp, als CDO der Stadt Essen ebenfalls Mitglied des Programmbeirats. Schon 2025 habe der Zukunftskongress das Format der Change Maker genutzt, erinnert er sich. Dabei sei es darum gegangen, „eben nicht nur aktuelle Vorträge“ zu halten, sondern dass „Inhalte und Diskussionen vermittelt werden zu Themen, die wir für die Veränderung und Weiterentwicklung der Verwaltung brauchen.“ Ihm persönlich sei wichtig gewesen, „dass dies nah an der Praxis passiert, weil wir zwar immer mehr Informationen haben, mit der Menge aber auch den Überblick verlieren. Wir müssen uns auf das konzentrieren, was uns wirklich hilft.“

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