Forsa-Umfrage Bürgermeister räumen Defizite bei digitaler Verwaltung ein

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Deutschlands Bürgermeistern ist bewusst, dass bei der Verwaltungsdigitalisierung in den Kommunen noch reichlich Luft nach oben ist. Dies zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Software-Anbieters Meister.

Sand im Getriebe: Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister führen die schleppende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung auf rechtliche Vorgaben und fehlende Finanzmittel zurück.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Sand im Getriebe: Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister führen die schleppende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung auf rechtliche Vorgaben und fehlende Finanzmittel zurück.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Bei einer repräsentativen Befragung bezeichnete lediglich ein Prozent der befragten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister den Grad der Digitalisierung in der Verwaltung ihrer Gemeinde als „sehr gut“. 13 Prozent der 1.047 Befragten nannten das Niveau „gut“. 30 Prozent beurteilten den Grad der Digitalisierung als „zufriedenstellend“. Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Softwareherstellers Meister halten 27 Prozent der Rathauschefs das Niveau der Digitalisierung bei ihnen vor Ort für „ausreichend“. Jeder vierte Bürgermeister hält das digitale Angebot für „nicht zufriedenstellend“, vier Prozent sogar für „unzureichend“.

Dass hier Aufholbedarf herrscht, darüber herrscht weitgehende Einigkeit. Auf die Frage „Wie wichtig ist die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung?“ antworteten 62 Prozent der Befragten „sehr wichtig“. 35 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister halten sie den Angaben zufolge für „wichtig“.

Regulatorische Hindernisse

Laut Umfrage sind Vorschriften und fehlende Finanzmittel aus ihrer Sicht die Hauptgründe für die schleppende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. 78 Prozent der Chefinnen und Chefs in den Rathäusern zählen „regulatorische Hindernisse“ zu den größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. 65 Prozent nannten bei der Erhebung im Februar und März „fehlende Finanzierung“.

Immerhin 54 Prozent sehen fehlendes Fachpersonal als einen wichtigen Grund. Auch fehlende politische Unterstützung (44 Prozent) und mangelnde digitale Kompetenz (39 Prozent) werden als Herausforderungen angesehen. Lediglich fünf Prozent der befragten Bürgermeister glauben, dass es am Widerstand in der Bevölkerung liegt.

Den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in den Rathäusern plant demnach in den kommenden zwei Jahren knapp die Hälfte (46 Prozent) der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Vor allem für die Dokumentenautomatisierung, die Automatisierung bestimmter Prozesse und den Einsatz von Chatbots wollen sie laut Umfrage KI nutzen.

(ID:50390342)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung