Digital souverän in der Cloud BMI gibt erste Bausteine der Verwaltungscloud in Auftrag

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Die Deutsche Verwaltungscloud ist grundlegender Bestandteil der angestebten digitalen Souveränität. Nun hat das Bundesinnenministerium (BMI) die Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister, die govdigital e. G., beauftragt, ein Minimal Viable Product (MVP) für eine künftige Koordinierungsstelle der Deutschen Verwaltungscloud zu erproben und in diesem Zusammenhang eine erste Version des Cloud-Service-Portals zu entwickeln. Das Projekt ist vorläufig auf drei Monate angelegt. Das Projekt wird von der govdigital und sieben Mitgliedsunternehmen, kommunalen und Landes-IT-Dienstleistern durchgeführt.

Die von der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Cloud Computing und Digitale Souveränität entwickelten Konzepte zur Koordinierungsstelle und zum Cloud-Service-Portal sollen nun erprobt werden
Die von der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Cloud Computing und Digitale Souveränität entwickelten Konzepte zur Koordinierungsstelle und zum Cloud-Service-Portal sollen nun erprobt werden
(© thodonal – stock.adobe.com)

Ein zur Umsetzung bereits 2021 vom IT-Planungsrat verabschiedetes Rahmenwerk, fußt im Wesentlichen auf den drei Kernelementen: den Cloud-Standorten, dem Cloud-Service-Portal und einer Koordinierungsstelle. Die Koordinierungsstelle soll für die Anbindung der verschiedenen Cloud-Anbieter an die Verwaltungscloud und die übergreifende Nutzung von Cloud-Diensten in der gesamten deutschen Verwaltung sorgen. Wesentliches Hilfsmittel ist das Cloud-Service-Portal als betrieblicher Kern der Deutschen Verwaltungscloud.

Der CIO des Bundes, Dr. Markus Richter, erklärte dazu: „Die Deutsche Verwaltungscloud-Strategie ist die Multicloud-Strategie der Bundesregierung. Mit offenen Schnittstellen und Standards reduzieren wir Abhängigkeiten in der IT der Öffentlichen Verwaltung und öffnen uns für innovative, neue IT-Lösungen. Mit dem Prinzip „build once, run anywhere“ erhöhen wir die Nachnutzbarkeit von IT-Lösungen, die den Standard der Verwaltungscloud-Strategie erfüllen. Durch Spezialisierung und Know-how-Transfer zwischen den IT-Dienstleistern der Öffentlichen Verwaltung steigern wir die Qualität der angebotenen Dienste auf allen Ebenen der Verwaltung. Die höhere Resilienz und die gesteigerte IT-Sicherheit garantiert Handlungsfähigkeit auch in Krisenzeiten. Ich freue mich, dass wir die wegweisenden Konzepte der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie nun in reale Anwendungen überführen. Mit der Beauftragung des Minimum Viable Products der Koordinierungsstelle ist ein erster wichtiger Meilenstein zum Aufbau der Deutschen Verwaltungscloud erreicht.“

„Die Cloud-Transformation ist zentral für die digitale Verwaltung. Wir freuen uns, dass wir helfen können, die Deutsche Verwaltungscloud aufzubauen. Als govdigital bringen wir Kompetenz und Knowhow der öffentlichen IT-Dienstleister ein und profitieren gleichzeitig aus den laufenden Erfahrungen unserer übergreifenden Projekte“, erklärte Martin Schallbruch, CEO der govdigital. „Gemeinsam mit mehreren Mitgliedsunternehmen haben wir ein Team aufgestellt, das bis Anfang 2023 mit der AG Cloud des IT-Planungsrats diesen ersten großen Iterationsschritt auf dem Weg zu einer bundesweiten Verwaltungscloud leisten wird.

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