Papierloses Krankenhaus wird Realität

Archive am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Digitalisiert wird zentral – dort, wo das Papier entsteht

Die digitalisierten Dokumente werden über Soarian Health Archive rechtssicher archiviert und sind für berechtigte Personen über den Archivclient im klinischen Arbeitsplatzsystem einsehbar. Digitalisiert wird dezentral – dort, wo das Papier entsteht. Dafür wurden die Stationen flächendeckend mit über 100 modernen Scannern ausgestattet.

Von Beginn an wurde dabei mit qualifizierten Zeitstempeln gearbeitet, um Beweissicherheit zu gewährleisten. Ist das Papierdokument eingescannt, wird es sofort archiviert und zurückgegeben. „Früher hatten wir Riesenwände mit großen Fächern, in denen stapelweise Patientenakten gesammelt wurden“, berichtet Dr. Ulrich Mayer aus der zentralen Notaufnahme. „Jetzt haben wir vorübergehend noch ein paar kleine Kästchen als Back-Up, mehr nicht.“

Informationen und Leistungen auf Knopfdruck

Soarian Clinicals sorgt dafür, dass die Informationen zu einem Patienten direkt am klinischen Arbeitsplatz zur Verfügung stehen. Von Anamnesen und Befunden über Laborwerte und Röntgenbilder bis hin zu Arztbriefen. Über Soarian Health Archive werden parallel auch Daten und Befunde aus anderen Subsystemen am KAS verfügbar gemacht. Technisch erfolgt dies über eine sogenannte „Dokumentenverpointerung“. Zusätzlich werden relevante externe Dokumente auf Station gescannt (wie Hausarzt-Befunde, Hausmedikation, Rezepte, etc.).

„Wenn man früher etwas brauchte, musste man in vielen einzelnen Computersystemen suchen oder die Papierakte anfordern, die aber oft erst spät bei uns ankam“, sagt PD Dr. Stefan Lüth, Oberarzt in der 1. Medizinischen Klinik des Zentrums für Innere Medizin. „Heute ist das anders. Wenn zum Beispiel ein Hausarzt anruft und nach einem gemeinsamen Patienten fragt, setze ich mich an Soarian Clinicals und kann Auskunft geben, wenn der Patient schon im System ist. Das ist ein großer Fortschritt.“

Mit Soarian Clinicals wurde im UKE zudem eine flächendeckende elektronische Leistungsanforderung eingeführt. Will der behandelnde Arzt Untersuchungen, Tests oder Behandlungen für den Patienten anfordern, kann er über das KIS schnell und bequem auf Tausende von Leistungen zugreifen – vom Zentrallabor über die Radiologie bis hin zur Physiotherapie.

Fazit:

Um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eine komplette Neuordnung des Krankenhauses und seiner administrativen, technischen und klinischen Prozesse in Angriff genommen. Im Rahmen dieses Projektes realisierte das UKE ein klinikweites klinisches Arbeitsplatzsystem (KAS) im Sinne einer elektronischen Patientenakte mit den wesentlichen Bestandteilen Soarian Clinicals C6 und Soarian Health Archive. Das klinische Arbeitsplatzsystem unterstützt die interdisziplinäre Vernetzung und ermöglicht dank flexiblerer, effizienterer Prozesse eine höhere Behandlungsqualität.

(ID:42700261)