Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

3 Länder entwickeln eine automatisierte Beihilfeabrechnung

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Schnell, genau und nachvollziehbar

Eine Voraussetzung ist, dass die genannten Belegmengen innerhalb kurzer Zeit verarbeitet werden. Daher wurde die Verarbeitungsgeschwindigkeit der angebotenen Systeme gründlich unter die Lupe genommen. Für die ausgewählte Technologie PROSAR-AIDA sprach die sehr hohe Performance, die auch ohne besonders anspruchsvolle oder umfangreiche Hardware erreicht wird.

„Wichtig ist für uns neben der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit eine hohe Genauigkeit sowie die Möglichkeit, auch später noch nachvollziehen zu können, warum ein einzelner Beleg bestimmte Ergebnisse liefert“, resümiert Christian Schmidt von der Oberfinanzdirektion Koblenz – Zentrale Besoldungs- und Versorgungsstelle. All dies macht die Software von Paradatec aus, die manuell erstellte Regeln und trainierte Objekte kombiniert.

Beide Ansätze sind nahtlos ineinander integriert, sodass sie der Anwender auch ohne Programmierkenntnisse in einer grafischen Oberfläche nutzen kann. Er selbst steuert die Qualität seiner Leseergebnisse, indem er die Regeln verbessert oder mit angepassten Trainingsstapeln das System optimiert.

Gut organisiert und nahezu papierlos in die Zukunft

Künftig sieht die Arbeitsweise in den einzelnen Beihilfestellen etwa wie folgt aus: Die Mitarbeiter in der Poststelle öffnen die Post nach ihrem Eingang, nehmen sie aus den Kuverts und bereiten sie zum Scannen vor. Endlospapier wird getrennt, geglättet und zum Scannen gegeben. Als Trennblatt zwischen zwei Vorgängen dient ein farbiges Blatt. Die Poststelle versieht das Papierbeleggut mit einem Eingangsdatum, digitalisiert es und lagert es für eine Übergangszeit zwischen.

Die digitalisierten Dokumente werden – inklusive aller Metadaten – strukturiert im Archivierungssystem abgelegt. Im Anschluss daran werden die digitalen Bilder durch die Paradatec Software klassifiziert und die Inhalte des überwiegend medizinischen Beleggutes extrahiert. Dabei erfolgt ein automatischer Abgleich der extrahierten persönlichen Daten mit den Stammdaten des Beihilfefachverfahrens. Nicht zweifelsfrei erkannte Daten können auf speziellen Korrekturarbeitsplätzen kontrolliert oder nachbearbeitet werden.

Abhängig von der Dokumentenklasse und den frei definierbaren Regeln übergibt das System die Belege dann der weiteren Bearbeitung, wie zum Beispiel der automatisierten Prüfung durch Fachmodule (GOÄ / GOZ-Prüfung, DRG, PZN und andere). Angestrebt wird ein möglichst hoher Anteil maschinell abschließend geprüfter Belege.

In einem letzten Schritt werden die gescannten Images sowie die extrahierten Daten für die jeweiligen Fachverfahren zu Vorgängen zusammengefasst und gemäß hinterlegten Kriterien an die Sachbearbeiterplätze der Beihilfestelle geleitet. Die abschließende Bearbeitung erfolgt durch die Sachbearbeiter papierlos auf Basis der extrahierten Daten und der digitalisierten Belege mittels der Systeme eBeihilfe, BeihilfeNRWplus oder BABSY.

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