Blaupausen und Partnerschaften Bund und Hessen kooperieren bei Verwaltungsdigitalisierung

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Ein weiteres Land kooperiert nun mit dem Bund: Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger und die Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation Prof. Dr. Kristina Sinemus haben gestern eine Zusammenarbeit vereinbart.

Prof. Dr. Kristina Sinemus, hessische Digitalministerin.(Bild:  © Staatskanzlei / Paul Schneider)
Prof. Dr. Kristina Sinemus, hessische Digitalministerin.
(Bild: © Staatskanzlei / Paul Schneider)

Wie bereits andere Bundesländer zuvor geht Hessen eine Kooperation mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) ein – doch mit dem feinen Unterschied: Das Bundesdigitalministerium gibt die Partnerschaft nun selbst ganz offiziell bekannt.

Der Bund möchte in Zusammenarbeit mit den Ländern passende Lösungen finden. So gaben zuvor bereits Bayern und Rheinland-Pfalz bekannt, dass sie in Abstimmung mit dem BMDS in Zukunft die Pilotländer für die Verwaltungsdigitalisierung werden. Mit Hessen geht das Bundesdigitalministerium nun also eine weitere Partnerschaft ein: „Ich freue mich sehr, dass sich Hessen für unsere Offensive gemeldet hat. Hessen ist mit seiner urbanen als auch ländlichen Struktur ein perfekter Partner, um eine Blaupause zu entwickeln, die auch deutschlandweit helfen kann“, so Wildberger.

Mit den Bund-Länder-Kooperationen startet Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger eine Offensive, um die Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland voranzutreiben. Er sagte dazu: „Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen endlich spüren, dass da richtig was voran geht – nicht nur punktuell. Viele Verwaltungsleistungen sind in der Hand der Länder und Kommunen, wir wollen daher eng mit ihnen zusammenarbeiten.“

Im Zuge der Partnerschaft wird gemeinsam mit sechs hessischen Pilotkommunen eine Modelllösung für flächendeckende digitale Verwaltungsleistungen entwickelt, die als Blaupause auch anderen Bundesländern zur Verfügung stehen soll. Darunter fällt die Entscheidung, welche Kriterien für einen schnellen Roll-out vor Ort wichtig sind. Außerdem wird die Entwicklung eines einheitlichen digitalen Standards eine zentrale Aufgabe dessen sein. Am Ende sollen Verwaltungsprozesse Ende-zu-Ende digitalisiert werden, sodass die Arbeit medienbruchfrei und schneller erfolgen kann – ohne Druck und Scan.

Ausgewählt wurden die kreisfreien Städte Wiesbaden und Kassel, die Stadt Hattersheim, der Rheingau-Taunus-Kreis und der Wetteraukreis sowie die Gemeinde Heuchelheim. Die Erkenntnisse und Ergebnisse sollen in mehreren Workshops gemeinsam von Bund und Kommunen erarbeitet werden. Die ersten Workshops mit den hessischen Pilotkommunen haben bereits in dieser Woche begonnen.

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Sinemus erklärte: „Ein Paradigmenwechsel ist notwendig, wir brauchen mehr Standards und einheitliche Schnittstellen für möglichst zentrale Lösungen. Mit diesem Pilotprojekt sind natürlich noch lange nicht alle Probleme gelöst, aber es ist ein ganz wesentlicher Schritt in die richtige Richtung und wird einen spürbaren Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger bringen.“

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