Katastrophenschutz Zusammenarbeit durch unterstützende KI

Ein Gastbeitrag von Andreas Schenck 4 min Lesedauer

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Naturbedingte Katastrophen treten weltweit aufgrund des Klimawandels immer häufiger auf. Von Überschwemmungen bis hin zu Waldbränden – Katastrophen fordern Menschenleben und verursachen große Schäden.

Integrierte Leitstellen wie diese können durch den Einsatz von KI-Tools schneller und koordinierter agieren.(©  Наталья Евтехова - stock.adobe.com)
Integrierte Leitstellen wie diese können durch den Einsatz von KI-Tools schneller und koordinierter agieren.
(© Наталья Евтехова - stock.adobe.com)

Erst in diesem Jahr starben fünf Menschen und Tausende wurden evakuiert, als Süddeutschland von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht wurde. Nur drei Jahre sind seit der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vergangen, die 180 Todesopfer forderte.

Diese katastrophalen Großereignisse machen deutlich, dass Deutschland besser auf Notfälle vorbereitet sein muss. Unabhängig davon, ob es sich um eine raumgreifende naturbedingte Katastrophe oder ein vom Menschen direkt verursachtes katastrophales Ereignis handelt: Es findet derzeit ein umfassendes Umdenken und eine Neubewertung der Frage statt, wie die Risiken solcher Großereignisse am besten bewältigt werden können und wie man sich vorbereiten kann.

Neue Technologien haben Einfluss sowohl auf innovative Konzepte für das Notfall- und Krisenmanagement als auch auf die Risikoabschätzung für definierte Gebiete und Regionen. Zum einen können mit Sicherheitsaufgaben betraute Behörden und Organisationen mit der richtigen Technologie komplexe Notfälle schneller und zuverlässiger erkennen und darauf reagieren. Zum anderen ist es öffentlichen Verwaltungen bei landschafts- und stadtplanerischen Prozessen möglich, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Bei der traditionellen Hochwasserkartierung beispielsweise wird mit Hilfe von angenommenen Pegeln und Prognosen versucht, mögliche Überschwemmungen vorherzusagen. Mit den heutigen Geodaten-Kartierungs- und Simulationslösungen können die Behörden eine operationell nutzbare Hochwassersimulation erstellen. Diese Simulation basiert nicht nur auf Annahmen, sondern auch auf Sensordaten, die die aktuellen Wasserpegel, das Wetter und die Witterung aufzeigen. Somit kann sie dem Katastrophenmanagementteam genaue Zeitfenster und Handlungsoptionen in nahezu Echtzeit liefern.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen können ebenfalls wertvolle Einblicke in Vorfälle von nahezu beliebigem Ausmaß liefern. Sie erkennen Muster zwischen verschiedenen Notrufen und liefern den Behörden wichtige Informationen über Notfälle in Echtzeit, während diese sich entwickeln. Dies wird mehr und mehr zu einer Notwendigkeit, nicht nur zu einem Wunsch. Durch eine frühere Erkennung und ein sehr kurzfristiges Eingreifen können die Behörden sowohl die negativen Auswirkungen (auf die Verwaltungsorgane vor Ort, die Leistungsfähigkeit der Einsatz- und Rettungskräfte und das Wohlbefinden der Mitarbeiter) verringern als auch den späteren Wiederaufbau beschleunigen.

Unterstützende KI erweitert die verfügbaren Ressourcen

Einer der wichtigsten Technologietrends in der öffentlichen Sicherheit ist heute unterstützende Künstliche Intelligenz. Diese Technologie unterstützt die Mitarbeiter, überlässt aber die endgültige Entscheidung dem Menschen. Die Datenmenge von IoT-Geräten und Datensystemen kann und wird Analysten und Bediener wahrscheinlich überfordern, vor allem, wenn sie für mehrere Zuständigkeitsbereiche, Organisationen oder Abteilungen verantwortlich sind. Moderne Technologien für die öffentliche Sicherheit mit eingebetteter unterstützender KI können diese Belastung erheblich verringern, indem sie Muster und Anomalien in Echtzeit erkennen, die Disponenten oder Notfallhelfer in der Hektik möglicherweise übersehen.

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