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„Wir brauchen eine Kultur des offenen Austauschs“

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Michael Pfleger, FITKO-Gesamtprogrammleiter Registermodernisierung: „Fest steht: Durch die Registermodernisierung wird die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen etwas komplexer, weil sie Komplexität von einzelnen Sachbearbeitenden in die IT überführt.“(©  FITKO)
Michael Pfleger, FITKO-Gesamtprogrammleiter Registermodernisierung: „Fest steht: Durch die Registermodernisierung wird die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen etwas komplexer, weil sie Komplexität von einzelnen Sachbearbeitenden in die IT überführt.“
(© FITKO)

Mehrwert brächten die angesprochenen Fachministerkonferenzen bereits bei der Registermodernisierung, so Michael Pfleger, Gesamtprogrammleiter Registermodernisierung bei der FITKO. Hier fänden föderale Abstimmungen zu den Datenbeständen der Verwaltungsbereichen – Fachrecht, Datenverwendung, Datenbedarf – statt. „Wir müssen eine Veränderung der Zusammenarbeit der Digitalisierung mit der Fachlichkeit erreichen, die Digitalisierung zu einer Aufgabe jeder Fachlichkeit macht“, stellt er fest. Die Digitalisierungsstrukturen seien in Abgrenzung dazu da, zentrale Vorgaben zur Digitalisierung zu machen, Governance und Infrastruktur bereitzustellen.“ Dies sei entscheidend, da man es sich nicht mehr leisten könne, die gleichen Verwaltungsleistungen unzählig oft in Deutschland parallel umzusetzen. „Die dazu notwendige fachliche Konsolidierung muss innerhalb der digitalfachlichen Strukturen der jeweiligen Fachministerkonferenz in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie Fachverfahrensherstellern und öffentlichen IT-Dienstleistern geschehen.“

Registermodernisierung liefert Infrastruktur

Doch nicht nur die doppelte Umsetzung von Verwaltungsleistungen bindet unnötig Ressourcen. Auch bei der täglichen Arbeit in den Behörden gibt es Verbesserungspotenzial. Die wiederholte Dateneingabe und Nachweiserbringung durch die Bürgerinnen und Bürger kostet nicht nur diese, sondern auch den Verwaltungsmitarbeiten unnötig Zeit. „Durch den Nachweisdatenabruf und das datengetriebene Verwaltungshandeln birgt die Registermodernisierung das Potenzial, die Kernprozesse der öffentlichen Verwaltung erheblich zu verschlanken“, bestätigt Göbel. „Diese Daten sollen nach Wunsch der Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen von der Behörde selbst automatisiert abgerufen werden können und müssen nicht erneut vorgebracht werden (Once-Only-Prinzip)“, erklärt Strepp. „Dafür wird eine gemeinsame technische Infrastruktur für den Nachweistransport zur Verfügung gestellt, an die sich Online-Dienste, Fachverfahren und Register anschließen können.“

„Die Registermodernisierung ist in erster Linie ein Infrastrukturprojekt, das die technischen Voraussetzungen für eine einheitliche Datenkommunikation in der gesamten Verwaltung schafft und gleichzeitig funktionale Anforderungen an die Register stellt“, konkretisiert Hackethal. Beispielhaft nennt er das Nationale Once Only Technical-System (NOOTS) mit seinen Komponenten und einer modernen, leistungsfähigen Transportinfrastruktur, Maßnahmen zur Verbesserung der Datenqualität –etwa durch eindeutige Identifizierungsmerkmale für Personen und Unternehmen – sowie Vorgaben zur synchronen Datenkommunikation und zu einem hohen Reifegrad der zu übermittelnden Nachweise. Die Umsetzung der eröffneten Möglichkeiten bleibe jedoch Aufgabe der jeweiligen Verwaltungsbereiche. „Die Registermodernisierung gibt also zum Beispiel nicht vor, wie Register fachlich auszugestalten sind, wie gegebenenfalls Änderungsbedarfe im Fachrecht umzusetzen sind oder welche Nachweisdaten für die Bewilligung einer Verwaltungsleistung gefordert bzw. geliefert werden.“

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