Emotet gilt weiterhin als große Bedrohung für den öffentlichen Sektor

Wie schützen sich die Behörden der einzelnen Bundesländer vor Cyber-Attacken?

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Schleswig-Holstein

„Die Landesregierung Schleswig-Holstein misst dem Thema Informationssicherheit höchste Bedeutung bei und betrachtet den Schutz der eingesetzten IT-Systeme und der damit verarbeiteten Informationen als einen wesentlichen Bestandteil erfolgreicher Digitalisierung“, so Peter Röhrl.

„Entsprechend ist die Strategie zur eMail-Sicherheit in der Landesverwaltung Schleswig-Holstein eingebettet in eine Gesamtstrategie der Informationssicherheit. Diese basiert auf den jeweils aktuellen Standards des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und beinhaltet IT-Grundschutz gemäß BSI-Standards und ISO 27001 sowie weitere Maßnahmen gemäß Schutzbedarf“, so Röhrl weiter.

Der ganzheitliche Ansatz der Informationssicherheit im Bereich eMail umfasst unter anderem die folgenden Ebenen:

  • Technische Maßnahmen wie Härtung von Arbeitsplatz- und anderen IT-Systemen, Analyse des Datenverkehrs, Erkennung gefälschter Absenderadressen.
  • Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schulung für den richtigen Umgang mit Gefährdungen, aktuelle Warndienste.
  • Notfallvorsorge einschließlich Vorbereitung auf mögliche Infektionen im Bereich des bestehenden Restrisikos.

Röhrl erläutert: „Angesichts der sich stetig verändernden und tendenziell weiter verschärfenden Gefährdungslage werden die Maßnahmen laufend überprüft und je nach Bedarf angepasst, weiterentwickelt oder ergänzt. Dabei stehen die zuständigen Stellen im Land in engem Austausch sowohl untereinander als auch mit anderen Stellen, unter anderem dem ‚Security Operations Center‘ (SOC) beim von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Freien Hansestadt Bremen, Sachsen Anhalt und Schleswig-Holstein gemeinsam getragenen Landesdienstleister Dataport AöR, dem ebenfalls von Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gemeinsam getragenen ‚Computer Emergency Response Team‘ CERT Nord sowie dem BSI.“

Thüringen

Die stellvertretende Pressesprecherin Juliane Riem sagt: „In Thüringen greifen verschiedene Abwehrmechanismen auf unterschiedlichen Ebenen. Die technische Infrastruktur und ihre Organisation sind Grundlage für ein verlässliches und rechtmäßiges Verwaltungshandeln. Dabei ist Informationssicherheit ein Qualitätsmerkmal der elektronischen Dienste. Ein Qualitätsmerkmal, das anders als Bedienungsfreundlichkeit, für den Nutzer nicht ständig präsent und spürbar ist.“

Gleichzeitig sei Informationssicherheit gegenüber Bedienbarkeit nicht verhandelbar – Verwaltung sei kein Unterhaltungsunternehmen. „Aber eine sichere Verwaltung bildet das Rückgrat unseres demokratischen Gemeinwesens und einer starken Wirtschaft. Thüringen leistet seinen Beitrag auch im deutschen Länderverbund, so im IT-Planungsrat“, so Riem.

Die Länder Bayern, Brandenburg und Hessen haben sich nicht geäußert.

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