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Niedersachsen
Staatssekretär Stephan Manke erklärt: „Die Strategie des Landes zur eMail-Sicherheit ist Teil einer umfassenden Sicherheitskonzeption zur Abwehr von Schadsoftware wie Emotet. Seit Mai 2019 ist es wiederholt zu Sicherheitsvorfällen bei Wirtschaftsunternehmen, Universitäten und Stellen der öffentlichen Verwaltung gekommen, die durch Angriffe mit der Schadsoftware Emotet verursacht wurden.“
Manke weiter: „Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe mittels der Schadsoftware Emotet hat sich in den letzten Wochen nochmals verschärft. Angriffe mit dieser Schadsoftware werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als die derzeit gefährlichste Bedrohung für Behörden und Unternehmen eingestuft. Um die IT-Systeme der Landesverwaltung weiterhin erfolgreich zu schützen, werden die zentralen Schutzmaßnahmen an das Bedrohungspotenzial laufend angepasst.“
Der niedersächsische Staatssekretär betont: „Durch dieses erfolgreiche Vorgehen ist es bislang zu keinen Sicherheitsvorfällen in der niedersächsischen Landesverwaltung im Zusammenhang mit Emotet gekommen. Die konkret zu ergreifenden Maßnahmen hängen von den Gegebenheiten der konkret betroffenen IT-Infrastruktur innerhalb des niedersächsischen Landesdatennetzes ab. Für die allgemeine Verwaltung erfolgt eine mehrstufige Überprüfung eingehender eMails auf Schadsoftware. Dabei werden sowohl angehängte Dateien als auch Hyperlinks dahingehend geprüft, ob diese Schadsoftware enthalten bzw. nachgeladen werden kann. Im Verdachtsfall werden derartige eMails blockiert. Die niedersächsische Steuerverwaltung verfügt innerhalb des Landesdatennetzes über eine eigenständige IT-Infrastruktur. Die dort ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen ergeben sich somit aus der technischen Ausgestaltung der Systeme und der konkreten Bedrohungslage.“
Nordrhein-Westfalen
Hartmut Beuß, CIO der Landesregierung Nordrhein-Westfalen: „Die Bedrohungslage durch Emotet hat in der Landesverwaltung schon vor der jüngsten Welle in der Vorweihnachtszeit zu wirksamen Gegenmaßnahmen geführt, die den Schutz der Landesverwaltung gewährleistet haben. Die Gegenmaßnahmen waren sowohl technischer Natur als auch Maßnahmen zur Sensibilisierung der Beschäftigten. Um das Risiko weiter zu senken, wurde vorübergehend über die Weihnachtsferienzeit ein zusätzlicher Schutz eingerichtet. Dabei wurden alle Links in eingehenden E-Mails ersetzt durch einen Hinweis der Löschung dieser Links aus Anlass der akuten Gefährdungslage. Diese Maßnahme wurde zu Beginn des neuen Jahres als nicht mehr erforderlich angesehen und deshalb beendet. Sollte die sich die Einschätzung der Bedrohungslage ändern, werden für die Landesverwaltung zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Gegenwärtig ist das nach unserer Einschätzung nicht notwendig.“
Rheinland-Pfalz
Das Ministerium des Innern und für Sport gibt an, dass die Strategie zur eMail-Sicherheit in der Landesverwaltung Rheinland-Pfalz derzeit unter anderem folgende technische Schutzmaßnahmen umfasse:
- Filterung von bestimmten eMail-Anhängen,
- Web-Reputation-Analyse enthaltener Links in eMails,
- Deaktivierung von klickbaren Links in eMails
- und Webfilterung auf den Proxy-Servern.
„Zusätzlich bestehen personelle Maßnahmen wie die Sensibilisierung der Benutzer oder die Warnung der Benutzer vor aktuellen Bedrohungen, z. B. vor Malware-Kampagnen. Neben diesen präventiven Maßnahmen ermöglicht die Überwachung der Netzübergänge im ‚rlp-Netz‘ durch Intrusion-Detection- und Security-Information-and-Event-Management-Systeme (IDS/SIEM) eine schnelle Detektion von auffälligen, potentiell mit Malware infizierten Systemen. Diese werden im Rahmen eines reaktiven Prozesses durch das Computer Emergency Response Team Rheinland-Pfalz (CERT rlp) in Zusammenarbeit mit den Informationssicherheitsbeauftragten und den IT-Administratoren der betroffenen Organisation schnellstmöglich aufgespürt, isoliert und entsprechend behandelt“, so der Pressesprecher Joachim Winkler.
„Diese Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst. Dazu steht beispielsweise das CERT-rlp über den Verwaltungs-CERT-Verbund mit dem CERT des Bundes und den CERTs der anderen Bundesländer im ständigen Kontakt, um Informationen über aktuelle Bedrohungen und Gegenmaßnahmen auszutauschen“, so Winkler weiter.
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