Digitale Souveränität Wie Managed Security Kommunen entlastet

Ein Gastbeitrag von Felix Adami 5 min Lesedauer

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Das Rufen nach selbstbestimmter Kontrolle über digitale Infrastrukturen und Daten wird in Kommunen immer lauter. Aber: Was bringt die Emanzipation von internationalen Abhängigkeiten, wenn Fachkräfte fehlen, um etwa die IT-Sicherheit zu gewährleisten. Ein Weg aus dem Dilemma bieten Managed Security Services – mit dem Einsatz deutscher Technologie.

Managed Security entwickelt sich mehr und mehr zum Trendthema in der Security-Branche.(Bild: ©  AD - stock.adobe.com)
Managed Security entwickelt sich mehr und mehr zum Trendthema in der Security-Branche.
(Bild: © AD - stock.adobe.com)

Kommunen fallen immer wieder Cyberattacken zum Opfer, wie aktuelle Meldungen zeigen – mit gravierenden Folgen. Wenn Cyberkriminelle Daten und Systeme verschlüsselt haben, kommt der Geschäftsbetrieb zum Erliegen. Bürgerbüros, Ausweisstellen, Kfz-Zulassungen – nichts funktioniert mehr. Sozialleistungen werden nicht ausgezahlt und die Kommunikation zwischen Fachbereichen bricht ab. Ein Grund dafür: IT-Teams sind oft dünn besetzt. Bei so wenig Personal reicht es nur für das Nötigste im Tagesgeschäft. Wichtige Themen wie Prävention, Awareness Trainings und saubere Prozesse fallen oft unter den Tisch. Effektive IT-Sicherheit erfordert tiefgreifendes Fachwissen, um etwa Meldungen der eingesetzten Sicherheitslösungen korrekt zu interpretieren. Der Fachkräftemangel in den Bereichen IT und IT-Sicherheit macht die Sache nicht leichter.

Digitale Souveränität

Hinzu kommt: In Zeiten globaler Vernetzung, geopolitischer und geoökonomischer Unsicherheiten ist es essenziell, dass Kommunen ihre digitalen Infrastrukturen und Daten selbstbestimmt verwalten können. Digitale Souveränität ist im Cybersecurity-Kontext kein „Nice-to-have“, sondern Voraussetzung für wirtschaftliche und politische Handlungsfähigkeit. In diesem Kontext heißt digitale Souveränität: eine kontrollierte, unabhängige und überprüfbare Nutzung von Technologien, um die eigene operative Handlungsstärke zu sichern. Dabei ist echte digitale Souveränität keine nachträglich aufgesetzte Schutzschicht, sondern ein intrinsischer Bestandteil digitaler Systeme. Dieser proaktive und präventive Ansatz ist robuster und nachhaltiger, da er potenzielle Schwachstellen von vornherein minimiert und somit die digitale Handlungsfähigkeit langfristig stärkt. Und damit wird der bereits erwähnte Fachkräftemangel zu einem zentralen Risiko für die digitale Zukunftsfähigkeit. Fehlen qualifizierte Fachkräfte, bleiben selbst modernste IT-Sicherheitslösungen wirkungslos. Gleichzeitig steigen die Anforderungen rasant: komplexere IT-Landschaften, regulierte Branchen, KI-gestützte Angriffe und die steigende Bedeutung kritischer Infrastrukturen erfordern tiefes und spezialisiertes Fachwissen. IT-Sicherheit ist somit eine Grundlage aller Digitalstrategien. Digitale Souveränität bildet somit den Rahmen, in dem Europa und Deutschland Technologien sicher, unabhängig und langfristig tragfähig einsetzen können. Aber ohne ausreichend qualifizierte Fachkräfte bleibt jedoch jede technische oder strategische Vision letztlich nur Theorie.

Managed SOC: IT-Sicherheit als Service

Eine Antwort auf das Ressourcenproblem und das fehlende Fachwissen ist ein Security Operations Center (SOC), in einer gemanagten Variante. Hierbei lagern Städte und Kommunen die Überwachung und Analyse der IT-Infrastruktur an einen Dienstleister aus. Dieser Ansatz ermöglicht es auch kleineren Organisationen den Zugang zu modernster IT-Sicherheit. Technologien und Expertenwissen, die früher nur Konzernen vorbehalten waren, werden auf diesem Weg auch für Kommunen zugänglich und finanzierbar.

Ein Managed-SOC-Dienstleister überwacht dabei die Systeme rund um die Uhr und bündelt Ressourcen, indem ein Analyseteam mehrere Kunden gleichzeitig kontrolliert. Das schafft Synergieeffekte: Ein Angriffsmuster, das bei einem Unternehmen erkannt wird, führt sofort zur Immunisierung aller anderen Kunden. Das Wissen ist nicht in Silos isoliert, sondern wird geteilt.

Die Integration eines Managed SOC geht dabei weit über die Installation einer Software hinaus. Es beginnt beim Onboarding: Die Analystinnen und Analysten lernen im ersten Schritt das normale Verhalten des kommunalen Netzwerks kennen. Wann arbeiten die Angestellten? Welche Datenmengen werden üblicherweise transferiert? Welche Anwendungen kommunizieren miteinander? Und welche Zugriffsrechte haben die Mitarbeitenden? Erst wenn dieses Normalverhalten definiert ist, können Abweichungen zuverlässig als Anomalien erkannt werden.

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