Starke Heimat Wie Hessen die Kommunen bei der Digitalisierung unterstützt

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Bürgergespräche, Förderbescheide, jeden Tag an einem anderen Ort: Die Berichte zu den Sommerreisen der Politiker sind Momentaufnahmen, insgesamt aber ergeben sie auch ein Bild der längerfristigen Vorhaben – wie in Hessen, wo Kommunen seit 2020 mit dem Programm „Starke Heimat Hessen“ unterstützt werden.

Übergabe des Förderbescheids für das Projekt „Digitales Verwaltungszentrum“ im Werra-Meißner-Kreis am 16. August 2024(© HMD (Hessisches MinisteriumfürDigitalisierung und Innovation))
Übergabe des Förderbescheids für das Projekt „Digitales Verwaltungszentrum“ im Werra-Meißner-Kreis am 16. August 2024
(© HMD (Hessisches MinisteriumfürDigitalisierung und Innovation))

Als Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus auf ihrer diesjährigen Sommerreise den Werra-Meißner-Kreis besuchte, kam sie nicht mit leeren Händen: Die Ministerin überreichte Landrätin Nicole Rathgeber einen Förderbescheid über rund 1 Million Euro für das „Digitale Verwaltungszentrum“, ein aktuelles Projekt des 2022 gegründeten Werra-Meißner-Labs. „Das Werra-Meißner-Lab leistet nun schon seit fast zwei Jahren eine herausragende Arbeit als zentrale Anlaufstelle und Impulsgeber für die digitale Entwicklung in der Region“, so die Ministerin. Die Digitalisierung eröffne gerade im ländlichen Raum viele Potenziale für mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung.

Digitalisierung sei ein integraler Bestandteil der Strategie zur regionalen Entwicklung, bestätigte die Landrätin Nicole Rathgeber: „Mit dem Werra-Meißner-Lab haben wir eine Plattform geschaffen, die den Innovationsgeist unserer Region bündelt und konkrete digitale Lösungen hervorbringt, die das Leben unserer Bürgerinnen und Bürger verbessern.“

Das Programm „Starke Heimat Hessen“

Wie bereits die Eröffnung des Labs wird auch das neue Projekt zum digitalen Verwaltungszentrum mit Mitteln aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“ gefördert. Im Rahmen dieses Programms stellt das Land Hessen von 2020 bis 2024 jährlich rund 20 Millionen Euro für die Digitalisierung der Kommunen zur Verfügung. Dafür wurde im ersten Schritt die Digitalisierungsplattform civento der ekom21 bis 2024 kostenlos bereitgestellt – als zentraler Baustein für die OZG-Umsetzung. In der ersten Phase (2020) erhielten die Kommunen zudem nach einem finanzkraftabhängigen Verteilschlüssel Fördermittel in Höhe von 16 Millionen Euro für Projekte zur Verwaltungsdigitalisierung.

In der zweiten Phase, von 2021 bis 2024, werden mit insgesamt 64 Millionen Euro kommunale Vorhaben im Bereich Smart City / Smart Region unterstützt. Dabei können bis zu 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten und maximal 2,5 Millionen Euro pro Projekt bewilligt werden.

Ein weiteres Beispiel für ein solches Projekt ist „Di@-Mobil in Stadt Fulda und Landkreis Fulda“. Hier übergab die Digitalministerin eine Förderzusage über knapp 2,25 Millionen Euro an Bürgermeister Dag Wehner. Der Plan für dieses Projekt sieht vor, in den rund 160 Bussen, die in Stadt und Landkreis Fulda verkehren, Sensoren an den Eingangstüren zu installieren und die Platzauslastung durchgehend zu erfassen. Per App könnten dann Bürgerinnen und Bürger schon vorab sehen, ob der Bus pünktlich kommt und ob zum Beispiel ein Kinderwagen hineinpasst. Zudem soll die Position der Busse über GPS ermittelt und über Apps und Dashboards in Echtzeit dargestellt werden. Damit soll eine nutzerorientiertere Einsatzplanung, möglicherweise auch On-Demand-Verkehr in schwächer genutzten Zeiten, erreicht werden. Mit diesen passgenaueren Angebot wolle man Fahrgastzufriedenheit und somit auch die Fahrgastzahlen steigern, wie Bürgermeister Dag Wehner verdeutlicht.

Die Erfahrungen aus den Projekten sollen letztlich allen hessischen Kommunen zugute kommen, denn das Förderprogramm sieht auch vor, dass die Lösungen dokumentiert und anderen Kommunen und Regionen zur Verfügung gestellt werden.

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