Jobkiller KI
Wie die Angst vor künstlicher Intelligenz die Demokratie gefährdet

Von Johannes Kapfer 3 min Lesedauer

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Eine Studie der LMU legt nahe, dass die Art, wie wir über künstliche Intelligenz sprechen, mit über die Zukunft unserer Demokratie entscheiden kann.

Der drohende Verlust des Arbeitsplatzes geht landläufig mit Existenzängsten einher. Gemäß einer aktuellen Studie haben Menschen, die ihre Lebensgrundlage durch KI bedroht sehen, wenig Vertrauen in demokratische Strukturen. (Krakenimages.com - stock.adobe.com)
Der drohende Verlust des Arbeitsplatzes geht landläufig mit Existenzängsten einher. Gemäß einer aktuellen Studie haben Menschen, die ihre Lebensgrundlage durch KI bedroht sehen, wenig Vertrauen in demokratische Strukturen.
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Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch während Experten noch darüber streiten, wie disruptiv die Technologie tatsächlich sein wird, haben viele Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung längst gebildet. In ihren Augen „vernichtet“ die künstliche Intelligenz mehr Jobs, als sie schafft. Diese Einschätzung bleibt nicht ohne Folgen für das demokratische Zusammenleben. Eine gemeinsame Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Universität Wien belegt einen direkten Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung von KI als „Jobkiller“ und schwindendem Vertrauen in demokratische Strukturen.

Mehrheit sieht KI als Arbeitsplatzvernichter

Die Wirtschaftswissenschaftler Dr. Armin Granulo von der LMU Munich School of Management und Professor Christoph Fuchs von der Universität Wien haben für ihre – in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichten – Studie zunächst Umfragedaten aus 38 europäischen Ländern ausgewertet. Die Datenbasis ist dabei mit über 37.000 Befragten durchaus als repräsentativ zu werten. Das Ergebnis der Studie ist eindeutig und ernüchternd zugleich.„Die tatsächlichen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt sind derzeit noch begrenzt“, erklärt Granulo. „Unabhängig davon nehmen viele Menschen künstliche Intelligenz jedoch primär als Ersatz für menschliche Arbeit wahr.“ Besonders ausgeprägt ist diese Sichtweise in wirtschaftlich entwickelten Ländern; also ausgerechnet dort, wo die demokratischen Institutionen eigentlich gefestigt sein sollten.

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