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Geeignete Lösungen für ein Behörden-Wiki
Da die Abläufe in der Verwaltung – anders als im durch flachere Hierarchien und freiere Denkweisen geprägten privatwirtschaftlichen Sektor – an Vorschriften gebunden und von hierarchischen Strukturen, Dienstanweisungen und traditionellen Denkweisen geprägt sind, findet die Nutzung von Web-2.0-Technologien und -Anwendungen im öffentlichen Verwaltungsalltag noch kein Pendant.
Insofern lag die Herausforderung auch darin, das Wiki in diesen geprägten Kontext nutzenbringend zu integrieren.
Als für das innerbehördliche Beteiligungsverfahren geeignete Lösung stellte sich ein Open-Source-MediaWiki mit einer Open-Source-MySQL-Datenbank heraus. Über die mit dem LDAP-System der Verwaltung gekoppelte individuelle Anmeldung erhält jeder Nutzer nur die ihm aufgrund des Rechtekonzepts zugewiesenen Befugnisse, beispielsweise nur zum Lesen, darüber hinaus auch zum Bearbeiten oder zur Versionskontrolle.
Die jeweiligen Rubriken „Inhalt der ADGO“, „Glossar zur ADGO“, „Weitere Dokumente“ und „Schulungsunterlagen“ sind, wie die einzelnen Überschriften der Gliederung, jeweils als Link zu den entsprechenden inhaltlichen Seiten ausgestaltet.
Ein Wiki spart Geld
Neben den Funktionen „Lesen“ und „Bearbeiten“ ist auch eine „Diskussion“ jeweils zu den einzelnen Vorschriften möglich. Die beteiligten Geschäftsbereichs- und Fachbereichsleiter haben so die Möglichkeit, nicht nur den Entwurf zu lesen, sondern gleich die ihrer Ansicht nach notwendigen Änderungen vorzunehmen.
Für eine benutzerfreundliche Handhabung der „Bearbeiten“-Funktion wurde ein WYSIWYG-Editor (wikEd) angepasst. Dieser Editor hat den entscheidenden Vorteil, dass Programmier- oder Syntaxkenntnisse nicht erforderlich sind und die Verwaltungsmitarbeiter Inhalte des ADGO-Entwurfs so ändern können, wie sie es mit den Textverarbeitungsprogrammen gewohnt sind.
Durch die Funktion „Beobachten“ besteht die Möglichkeit, auf Änderungen der für den jeweiligen Fachbereich wichtigen Vorschriften unmittelbar reagieren zu können. Über die Versionskontrolle ist schließlich eine Qualitätssicherung auch durch Zurücksetzen in einen vorherigen Bearbeitungsstand möglich.
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