Cell Broadcast, Warnapps und Sirenen

Was passiert am bundesweiten Warntag?

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Wird in meiner Nachbarschaft eine Sirene heulen?

Vielleicht. Das hängt davon ab, ob es in der Nähe noch oder wieder eine funktionstüchtige Sirene gibt. Das BBK bemüht sich zwar, ein sogenanntes Warnmittelkataster zu erstellen – also eine Karte, auf der alle Sirenen und in Zukunft auch andere Warnmittel verzeichnet sind. Doch abgeschlossen ist dieser Prozess noch nicht. Bekannt ist aber, dass die Länder dem Bund, der die Installation und Reparatur von Sirenen finanziell fördert, bislang rund 35.000 Sirenen gemeldet haben. Nach dem Kalten Krieg war man vielerorts der Meinung, Sirenen würden nicht mehr gebraucht. Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und mit Blick auf durch den Klimawandel verursachte Starkwetterereignisse hat hier jedoch ein Umdenken stattgefunden.

Was soll man tun, wenn die Sirene heult?

Wer den Zweiten Weltkrieg als Kind noch miterlebt hat, erinnert sich wahrscheinlich noch daran, wie die Menschen bei Sirenengeheul in die Luftschutzbunker flüchteten. In manchen Dörfern denkt die Bevölkerung aber, wenn die Sirene ertönt, nur an die Feuerwehr, die damit ihre Leute zusammentrommelt. Wer jung und in Berlin aufgewachsen ist, wo es bis vor kurzem gar keine Sirenen mehr gab, dürfte den Klang gar nicht kennen. Daran wird sich auch diese Woche nichts ändern. Die Verwaltung der Hauptstadt teilt mit: „Die Sirenen, die aktuell in Berlin errichtet werden, können zum Warntag noch nicht angesteuert werden.“ Im Ernstfall sollte man sich, wenn per Sirene gewarnt wird, aktiv um Informationen bemühen – beispielsweise das Radio einschalten.

Was ist der Sinn des Warntages?

Die Verantwortlichen für den Bevölkerungsschutz wollen herausfinden, wie gut der Warn-Mix funktioniert, über den auf den verschiedenen Kanälen möglichst alle Menschen erreicht werden sollen. Präzise Warnungen seien wichtig, damit sich Menschen auch selbst schützen können, sagt BBK-Präsident Ralph Tiesler. Es gehe nicht darum, Panik zu verbreiten, sondern handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehöre im Ernstfall auch, Nachbarn, Freunde und Verwandte zu informieren.

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