Definitionen Was ist SIEM?

Von Erik1 2 min Lesedauer

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Sicherheitslücken in der IT-Infrastruktur stellen für Unternehmen eine große Gefahr dar. Mithilfe von SIEM Security Information and Event Management-Systemen werden verdächtige Sicherheitsereignisse und Angriffstaktiken erkannt und eliminiert.

SIEM bietet Echtzeitreaktion auf aktuelle Sicherheitsvorfälle(©  aga7ta - stock.adobe.com)
SIEM bietet Echtzeitreaktion auf aktuelle Sicherheitsvorfälle
(© aga7ta - stock.adobe.com)

SIEM ist die Abkürzung für Security Information and Event Management. Dabei handelt es sich ein softwarebasiertes Konzept, das sich seinerseits aus zwei Teilkonzepten zusammensetzt: SIM Security Information Management und SEM Security Event Management. Durch die Zusammenführung beider Teilkonzepte ist es möglich, einen ganzheitlichen Blick auf die IT-Sicherheit in Unternehmen zu werfen. SIEM-Systeme decken sicherheitsrelevante Prozesse auf und analysieren diese in Echtzeit.

So funktionieren SIEM-Lösungen

Security Information and Event Management-Systeme nutzen die unterschiedlichsten IT-Komponenten und Anwendungen, um Ereignisdaten und Protokolldaten in Unternehmen zu sammeln und zu analysieren - Hostsysteme, spezifische IT-Anwendungen, Sicherheitslösungen, Antiviruslösungen und Firewalls. Anhand von zuvor definierten Regeln und Analyse-Engines nimmt das System einen Abgleich der Ereignisse vor und spürt Sicherheitsbedrohungen in Realtime auf. Sobald ein Problem oder eine Gefahr entdeckt wird, generiert das Security Information and Event Management-System eine Sicherheitswarnung. Ein typisches Beispiel sind überdurchschnittlich viele fehlgeschlagene Anmeldeversuche auf ein Benutzerkonto.

Welche Bedrohungen erkennt das SIEM-System?

Neben dem oben erwähnten unbefugten Zugriff (fehlgeschlagene Anmeldeversuche) erkennen Security Information and Event Management-Systeme zahlreiche weitere Bedrohungen. Dazu gehören:

  • Böswillige Aktionen durch Insider in einer Firma
  • Phishing-Versuche von Angreifern, die sich als Mitarbeitende ausgeben
  • DoS- und DDoS-Attacken durch Botnets
  • Einschleusung von bösartigem Code über clientseitige Eingabekanäle
  • Malware
  • Ransomware
  • Abhören / Mitschneiden der Kommunikation zweier Hosts (Man-in-the-Middle-Angriff).

Große Stärke: Echtzeitreaktion auf aktuelle Sicherheitsvorfälle

Der gezielte, ausgeklügelte Einsatz von Security Information and Event Management minimiert die Gefahr von Schäden durch Cyberkriminalität. Das System arbeitet dank automatisierter Algorithmen und KI-Tools schnell und effizient. Es entdeckt Sicherheitsprobleme weitaus früher als herkömmliche, separat arbeitende IT-Sicherheitslösungen.

Beispiele für Anwendungsfälle

SIEM-Systeme kommen in den verschiedensten Anwendungsfällen zum Einsatz. Je nach Fragestellung und Unternehmen können sie etwa für die Einhaltung von Datenschutzvorgaben, für die Detektion komplexer Sicherheitsbedrohungen und für das Sichern von IoT-Implementierungen eingesetzt werden.

Darum ist Security Information and Event Management wichtig

Im Gegensatz zu Intrusion Detection Systemen (IDS) sind SIEM-Systeme in der Lage, Protokollinformationen zentralisiert zu erfassen und über verschiedene Endgeräte und IT-Systeme hinweg zu korrelieren. Das System lässt sich unter anderem präventiv nutzen, um zukünftige Angriffe zu verhindern. Insgesamt erleichtert Security Information and Event Management das Sicherheitsmanagement in Unternehmen massiv - nicht zuletzt, da es große Mengen an Daten filtert.

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