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Kundenorientierung führt zu Barrierefreiheit
Bisherige nationale oder auch internationale eGovernment-Programme orientierten sich häufig zu wenig an den Bedürfnissen der Nutzer. Das führte dazu, dass Dienstleistungen online gestellt wurden, die von den Nutzern nicht unbedingt gewünscht und daher auch nicht genutzt wurden. Deshalb hat das BMAS von Anfang an auf einen intensiven Erfahrungsaustausch mit behinderten Menschen gesetzt: Welche eGovernment-Dienstleistungen wollen behinderte Menschen? Wo gibt es bisher Probleme und Barrieren? Wie können diese behoben werden? Es sollten nur die Angebote und Informationen zur Verfügung gestellt werden, die gebraucht werden und barrierefrei zugänglich sind – und das so einfach wie möglich. Eine regelmäßige Rückkopplung mit der Zielgruppe der behinderten Menschen ist daher ein wichtiger Bestandteil der Strategie.
Durch den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien soll es außerdem zu Effizienzsteigerungen kommen – sowohl bei Kunden, als auch bei Behörden – in dem beispielsweise Verwaltungsabläufe durch elektronische Unterstützung vereinfacht und verkürzt und die Suchzeiten für Informationen zu Leistungen durch zentrale Portale vermindert werden.
Eine verbesserte Vernetzung ist ebenfalls Teilziel der eGovernment-Strategie. Um beispielsweise im weit gefächerten Rehabilitationssystem eine leistungsfähige, serviceorientierte und wirtschaftliche Verwaltung aufzubauen, bedarf es einer stärkeren Vernetzung der Verwaltung, damit alle Leistungen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für den behinderten Menschen wie aus einer Hand erbracht werden können.
Folgerichtig umfasst die eGovernment-Strategie zur Teilhabe behinderter Menschen eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen, die bis Ende 2012 realisiert werden sollen.
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