Künstliche Intelligenz VITAKO und govdigital testen KI für die Verwaltung

Ein Gastbeitrag von Philipp Gärtner & Julius Gmeinwieser 2 min Lesedauer

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Generative KI-Systeme, basierend auf leistungsfähigen Sprachmodellen (LLMs), gewinnen in der öffentlichen Verwaltung zunehmend an Bedeutung. Verbesserte Bürgerdienste, effizientere Prozesse und die Bewältigung des Fachkräftemangels sind die Hauptziele. Mitarbeiter können bei Routineaufgaben wie E-Mail-Verkehr und Informationsrecherche durch KI-basierte Anwendungen unterstützt werden.

Die govdigital hat erste Services entwickelt, um die Nutzung von LLMs zu erleichtern.(©  iconimage - stock.adobe.com)
Die govdigital hat erste Services entwickelt, um die Nutzung von LLMs zu erleichtern.
(© iconimage - stock.adobe.com)

Eine klare und verständliche Interaktion von Verwaltungs-KI mit Bürgerinnen und Bürgern sowie umfassende Schulungen sind entscheidend, um eine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz zu schaffen. Effektives Datenmanagement soll bestehende Verzerrungen (Biases) in den Daten bereinigen, damit KI-Anwendungen möglichst diskriminierungsfrei sind.

Die Ergebnisse verwaltungsinterner Abläufe mit KI-Einsatz müssen für Mitarbeiter nachvollziehbar sein, damit vorgeschlagene Lösungen inhaltlich geprüft werden können.

govdigital unterstützt durch KI-Ökosystem

Die govdigital hat als Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister gemeinsam mit ihren Mitgliedern in einem Machbarkeitsprojekt erste Services entwickelt, um die Nutzung von LLMs zu erleichtern. Dies ist der Startschuss für ein KI-Ökosystem der govdigital.

Philipp Gärtner(©  Ole Heinrich/govdigital eG)
Philipp Gärtner
(© Ole Heinrich/govdigital eG)

Mit dem gd.KI-Ökosystem unterstützt, begleitet und berät die govdigital ihre Mitglieder bei der Entwicklung und Erprobung von KI-Anwendungen. Durch die Bereitstellung von technischen und personellen Ressourcen und den gemeinsamen Wissensaufbau, wird eine effiziente und sichere Implementierung von KI-Anwendungen ermöglicht, die speziell auf die Bedürfnisse der öffentlichen Hand zugeschnitten sind.

VITAKO erprobt erste KI-Projekte

Auch die Mitglieder der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V, VITAKO, erproben erste KI-Projekte im öffentlichen Sektor. Dabei stehen Transparenz, Einfachheit in der Bedienung und Diskriminierungsfreiheit im Umgang mit KI im Vordergrund.

Julius Gmeinwieser(©  Dirk Hasskarl/VITAKO e.V.)
Julius Gmeinwieser
(© Dirk Hasskarl/VITAKO e.V.)

VITAKO setzt sich dafür ein, KI-Anwendungen auch auf kommunaler Ebene breit einzuführen, damit möglichst viele Verwaltungsmitarbeitende von den Vorteilen profitieren können. Eine standardisierte Anbindung an Fachverfahren und die Deutsche Verwaltungscloud sind dabei entscheidend. Die Vorgaben des AI Acts müssen möglichst schnell auf nationaler Ebene umgesetzt werden. Hierbei sind eindeutige Vorgaben für die Implementierung von KI-Anwendungen wichtig. Außerdem bedarf es klarer Ansprechpartner in der Governance-Struktur, um eine ­effektive Ressourcenplanung und einen breiten Rollout zu ermöglichen.

Die Arbeit von govdigital und ­VITAKO markiert jeweils einen Schritt hin zu einer digitalisierten und zukunftsorientierten öffent­lichen Verwaltung, die auf KI-Technologien setzt, um effizientere und bürgernahe Services zu gewährleisten.

Die Autoren

Philipp Gärtner, Referent und Projektleiter govdigital eG
Julius Gmeinwieser, Manager Verwaltungsdigitalisierung VITAKO e.V.

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