Baden-Württemberg Vier Stufen zur sicheren Kommune

Von Johannes Kapfer 2 min Lesedauer

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Mit Zunahme der Digitalisierung im Public Sector steigt auch die Zahl der Cyberangriffe. In diesem Jahr waren im Schnitt täglich 375 Attacken auf Strukturen der öffentlichen Hand zu verzeichnen. Das Land Baden-Württemberg möchte diesem Treiben ein Ende setzen und hat dafür einen Lösungsweg parat.

Angriffe auf den Public Sector sind zur Zeit an der Tagesordnung. Mit einem vierstufigen Aktionsplan soll die Sicherheit von Behörden und Kommunen in Baden-Württemberg nachhaltig verbessert werden.(©  Who is Danny - stock.adobe.com)
Angriffe auf den Public Sector sind zur Zeit an der Tagesordnung. Mit einem vierstufigen Aktionsplan soll die Sicherheit von Behörden und Kommunen in Baden-Württemberg nachhaltig verbessert werden.
(© Who is Danny - stock.adobe.com)

Das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen hat in Zusammenarbeit mit der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW), den Kommunalen Landesverbänden und der kommunalen IT-Dienstleisterin Komm.ONE einen „Stufenplan Mindestsicherheitsniveau“ entwickelt, um die Cybersicherheit in Kommunen zu stärken.

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe auf Städte, Gemeinden und Landkreise haben die Partnerbehörden diesen Stufenplan eingeführt, um die Kommunen dabei zu unterstützen, frühzeitig wirksame Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen zu können. Der stellvertretende Ministerpräsident, Thomas Strobl, betonte bei der Vorstellung des Unterstützungsangebots am 6. Dezember in Stuttgart die Notwendigkeit, die kommunale Infrastruktur und die Bürger vor den weitreichenden Folgen von Cyberangriffen zu schützen.

Der „Stufenplan Mindestsicherheitsniveau“ umfasst vier Stufen, die den Kommunen aufzeigen, wo Sicherheitslücken bestehen und welche zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden können und müssen. Die Stufen reichen von einer grundlegenden Bestandsaufnahme über eine detaillierte IT-Sicherheitsanalyse bis hin zur ganzheitlichen Umsetzung des IT-Grundschutzes des BSI.

Innenminister Thomas Strobl unterstrich weiterhin die Bedeutung der Cybersicherheit für den digitalen Wandel und betonte die Rolle der Kommunen als erste Anlaufstelle für Bürger und Unternehmen. Der „Stufenplan Mindestsicherheitsniveau“ bietet den Kommunen ein valides Werkzeug für den niederschwelligen Einstieg in die Absicherung ihrer IT.

Ralf Rosanowski, Präsident der CSBW, hob die Bedeutung eines neutralen und kritischen Blicks von außen bei der IT-Sicherheit hervor. Die CSBW unterstütze die Kommunen nicht nur bei der Bewertung ihres Status quo, sondern biete auch klare Handlungsempfehlungen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit. Darüber hinaus begleite die CSBW die Kommunen eng bei der Umsetzung des „Stufenplans Mindestsicherheitsniveau“ und biete im Falle von Cyberangriffen Unterstützung vor Ort an.

Die Initiative zielt darauf ab, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den digitalen Wandel zu stärken und die Cybersicherheit der Kommunen als grundlegenden Faktor für die Digitalisierung unserer Gesellschaft zu etablieren.

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