dbb-Kongress neueVerwaltung

Verwaltung neu denken

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Akzeptanz und Personal

Das Personal der Öffentlichen Verwaltung wird sich also weiterhin auf eine schnelle IT-getriebene Veränderung der Abläufe und Organisation einstellen müssen.

Dafür bringen die Mitarbeitenden nach einer Untersuchung der dbb akademie gute Voraussetzungen mit, da bei ihnen wesentliche Persönlichkeitsmerkmale – unter anderem das Handeln in sozialen Gruppen (Extraversion) – überdurchschnittlich ausgeprägt sind.

Doch auch gute psychologische Voraussetzungen können das Verständnis und die aktive Unterstützung komplexer Prozesse nicht ersetzen, sie erleichtern nur die Vermittlung von Wissen und ein nachhaltiges Lernen.

Web 2.0 und transparente Verwaltung

Auch hinsichtlich der Nutzung von Web-2.0-Diensten wie Twitter, Facebook oder Blogs stellen sich zahlreiche Fragen.

Wer beobachtet für seinen Zuständigkeitsbereich Hinweise der Bürger, die per Twitter an die Verwaltung adressiert werden? Dürfen Mitarbeiter an den Verlautbarungen der Pressestellen vorbei die Öffentlichkeit per Twitter in Echtzeit informieren? Wie können die Mitarbeitenden in internen Blogs ihr Wissen gemeinsam dokumentieren und nachfolgendem Personal in effizienter Form zur Verfügung stellen? Wie können die Bürger an Projekten besser beteiligt werden, damit durch frühzeitige Informationen und eine Berücksichtigung von Bürgervorschlägen Nachbesserungen und Fehlplanungen vermieden werden?

Hier sind Veränderungen in der Verwaltungskultur wünschenswert: Führungskräfte müssen ihren Mitarbeitenden mehr Raum für eigene Entscheidungen lassen, ihnen einen angemessenen Vertrauensvorschuss einräumen und ihr Verantwortungsgefühl für die Bürgerorientierung und die Transparenz ihrer Tätigkeit stärken. Gefragt sind Kommunikationsfreudigkeit im Umgang mit den Bürgern, Offenheit für Anregungen und neue Denkansätze über die Bedeutung der Exekutive in der Informationsgesellschaft.

Die NEGS im Worldcafé

Der im vergangenen Jahr gegründete IT-Planungsrat, der eine einheitliche IT-Steuerung auf allen Ebenen der Verwaltung umsetzen soll, hat sich in der Nationalen eGovernment-Strategie (NEGS) ehrgeizige Ziele gesetzt: Deutschland soll im europäischen Vergleich der eGovernment-Angebote in eine Spitzenstellung vorrücken und damit auch die Attraktivität als Standort für internationale Unternehmen sichern.

Als besondere Neuerung des diesjährigen Kongresses ist daher vor der Abendveranstaltung eine innovative Form der Diskussion geplant: Ein Worldcafé, das die Umsetzung der NEGS, soweit sie im IT-Planungsrat bereits konkretisiert wurde, zum Gegenstand hat. Eingeleitet wird das Worldcafé durch ein Kick-off-Forum, in dem ein Impulsvortrag wesentliche Aspekte der NEGS vorstellt. Anschließend werden sich die Moderatoren der Thementische vorstellen und Fragen formulieren, die an ihrem Thementisch diskutiert werden. Dabei können sich die Zuhörer für die einzelnen Thementische je nach Interesse anmelden.

Die Fragestellungen und Ergebnisse der Diskussionen im Worldcafé werden dokumentiert und am zweiten Kongresstag durch ein Impulsreferat in die geplante Plenumsdiskussion zur Nationalen eGovernment-Strategie eingespeist. Die bei der Entstehung der NEGS beteiligte Community soll so die Gelegenheit erhalten, sich auch an der Umsetzung zu beteiligen, damit die Ziele des IT-Planungsrates eine breite Unterstützung erfahren.

Nächste Seite: Fachforen und Podiumsdiskussionen

(ID:2050695)