ÖFIT-Wegbereiter Startklar für Low Code

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Low-Code-Plattformen haben großes Potenzial, aber welche Lösung passt? Ein neu entwickelter „Wegbereiter“ des Kompetenzzentrums Öffentliche IT hilft Verwaltungen, ihre Anforderungen zu bestimmen und ein kompetentes Team zusammenzustellen.

Vor der Auswahl einer Low-Code-Plattform ist zunächst zu klären, wofür, von wem und wie langfristig die Anwendung genutzt werden soll.(© Aleksandr - stock.adobe.com / KI-generiert)
Vor der Auswahl einer Low-Code-Plattform ist zunächst zu klären, wofür, von wem und wie langfristig die Anwendung genutzt werden soll.
(© Aleksandr - stock.adobe.com / KI-generiert)

Low Code in der öffentlichen Verwaltung verspricht viel: Über entsprechende Plattformen können Mitarbeitende Prozesse und einfache Fachverfahren selbst pflegen und anpassen, Änderungen lassen sich somit viel schneller und effizienter umsetzen – mit erheblich geringerem Entwicklungsaufwand. Angesichts des Mangels an IT-Fachkräften sind das starke Argumente.

Doch um gründliche Analysen und Vorüberlegungen kommen Verwaltungen nicht herum, wenn die Einführung von Low-Code-Plattformen erfolgreich sein soll. Erfahrungen sind gefragt und die gibt es zum Beispiel in Hamburg, wo mit Modul-F eine Low-Code-Plattform speziell für Verwaltungsaufgaben entwickelt wurde. Unter der Fragestellung „Low Code als Gamechanger?“ hat Zehra Öztürk, Programmleiterin im Amt für IT und Digitalisierung der Freien und Hansestadt Hamburg, kürzlich auf der Plattform LinkedIn einen Überblicksartikel dazu veröffentlicht. Darin geht sie auf grundlegende Punkte ein, ohne deren Beachtung Low Code richtig teuer werden könne – etwa die Frage nach den Folgekosten oder wofür die Plattform genutzt werden soll. Denn für nur einen begrenzten Anwendungsfall lohnt sich eine Plattform oft nicht, während bei mehreren, unterschiedlich komplizierten Anwendungen sogar eine Mehr-Plattform-Strategie sinnvoll sein kann.

Wegbereiter: kollaborative Tools für die Planung

Aber wie sollten Verwaltungen konkret vorgehen, wenn sie den Einsatz einer Low-Code-Plattform planen? Hier hilft ein neues Tool des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT): der Wegbereiter „Startklar für Low Code“. Mit den „Wegbereitern“ entwickelt ÖFIT eine Serie von Tools, die Verwaltungsmitarbeitende selbstständig und kollaborativ nutzen können. Der Grundgedanke ist, Wissen in praktisches Handeln zu übersetzen. Wichtig ist dabei auch der Praxisbezug. So wurde der Low-Code-Wegbereiter mit wissenschaftlichen Mitarbeitern erarbeitet, die zu diesem Thema auch Workshops geben und in den entsprechenden Netzwerken organisiert sind.

Zudem sind Erkenntnisse aus verschiedenen Publikationen eingeflossen, wie Alinka Rother, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ÖFIT, berichtet. Im Ergebnis sind sechs Plakate entstanden, die organisatorische, technische und rechtliche Fragestellungen zusammenfassen. Über Kontrollkreise zum Ankreuzen und Freifelder können dann die relevanten Kriterien ausgewählt sowie Ergebnisse der Diskussion festgehalten werden.

Grundfragen zum Einsatz

In einer ersten Übersichtsgrafik geht es zunächst um die Auswahl des Teams. Dazu können diejenigen Fachexperten gehören, die mit den Verwaltungsvorgängen am besten vertraut sind, weiterhin technisch affine Fachexpertinnen, Low-Code-Coaches, Deep Coder und IT-Administratoren.

Grundlegend für die Auswahl des Teams wie auch für alle weiteren Entscheidungen sind die Fragen zum geplanten Einsatzbereich der Plattform wie: Welche Anwendung soll entwickelt werden, wie langfristig ist die Nutzung und sind künftig weitere Anwendungen geplant? Wer soll damit arbeiten? Welche Bestandteile der Lösung müssen in welchem Umfang und mit welchen Methoden konfigurierbar sein?

Für die Bestimmung der Anforderungen an die Low-Code-Plattform sind anschließend mögliche Einsatz- und Betriebsmodelle zu diskutieren. Dazu gehört etwa die Entscheidung zur Art der Bereitstellung, verbunden mit der Abwägung von Abhängigkeiten. Auch Lizenzkosten sind zu klären. Weitere Aspekte betreffen zum Beispiel Skalierbarkeit und Resilienz – mit Kriterien wie Interoperabilität, Erweiterbarkeit, Observabilität und Sicherheit.

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