Nachhaltig und souverän Höhere Effizienz durch Low Code

Ein Gastbeitrag von Dr. Alexander Papaspyrou, Ammar Jamal & Claus von Schmeling 5 min Lesedauer

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Prozessmanagement-Plattformen im Allgemeinen sowie Low-Code-Lösungen im Speziellen sind im Zuge der anhaltenden digitalen Transformation nicht mehr wegzudenken. Der ursprünglich aus der Privatwirtschaft kommende Trend ist längst auch bei den Organisationen des öffentlichen Sektors angekommen. Die Nachfrage nach Low-Code-Lösungen ist kontinuierlich steigend.

Die Nachfrage nach Low-Code-Lösungen steigt kontinuierlich(©  AddMeshCube - stock.adobe.com)
Die Nachfrage nach Low-Code-Lösungen steigt kontinuierlich
(© AddMeshCube - stock.adobe.com)

Die Zielvorgabe ist klar definiert: Der im Vergleich zu anderen Branchen spät gestartete Transformationsprozess hin in eine digitale Welt soll im öffentlichen Sektor nun durch eine möglichst zügige Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen aufgeholt werden. Denn nur durch die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen können Arbeitsabläufe beschleunigt, Fehlerquoten reduziert und somit nachhaltig die Produktivität der jeweiligen Organisation gesteigert werden.

Auch die fortschreitende demographische ­Entwicklung wirft ihren Schatten voraus: der absehbare Mangel an Fachkräften erhöht zwangsläufig den Druck, die Abläufe weiter zu verbessern und zu (teil-)automatisieren und ihre Digitalisierung so nah wie möglich beim Bedarfsträger zu platzieren.

Revolutionäre Effizenz(©  BearingPoint)
Revolutionäre Effizenz
(© BearingPoint)

Die Treiber für einen höheren Digitalisierungsgrad lassen sich in zwei Gruppen differenzieren: Aus der Perspektive der Kunden sowie der Anwendenden (im Sinne der Sachbearbeitung). Die Kunden lassen eine steigende Erwartungshaltung erkennen, insbesondere an die Geschwindigkeit, an den Komfort im Sinne von Nutzungsfreundlichkeit und an die Intelligenz der Geschäfts- und Fachverfahren (einmalige Bereitstellung von Informationen, automatische Übernahme aus bereitgestellten Unterlagen etc.).

Auch Anwender haben bei täglicher Nutzung kaum Verständnis für manuell geprägte Arbeitsschritte mit zahlreichen Medienbrüchen sowie unstrukturierten und papierbasierten Dokumentenablagen und komplizierten, teils historisch gewachsenen Abläufen.

Digitalisierungs­instrument Low Code

Low-Code-Lösungen sind kundenorientiert, sie beginnen mit der Definition des gewünschten Ergebnisses. Anschließend wird der Weg dorthin zum Beispiel durch sogenannte „Microjourneys“ erfasst. Es gibt einen Hauptprozess, der für alle Eingangskanäle gilt. Änderungen und Aktualisierungen erfolgen an einer Stelle, finden unmittelbar in den Microjourneys statt und greifen somit kanalübergreifend. Silo-Denken und die Trennung zwischen einzelnen Eingangskanälen gehören somit der Vergangenheit an. Auch Legacy-Systeme kommen nicht zum Einsatz. Solche Änderungen sind in der Regel sehr komplex, zeitaufwendig und teuer. Eine­ Low-Code-Lösung verwendet lediglich die Daten, die tatsächlich auch benötigt werden.

Revolutionäre Effizenz(©  BearingPoint)
Revolutionäre Effizenz
(© BearingPoint)

Agiles Vorgehen

Low-Code-Lösungen basieren meist auf einer modellgetriebenen Entwicklung. Dabei kann bei der Prozesserstellung aus unzähligen vorgefertigten Komponenten sowie vordefinierten Modulen ausgewählt werden. Weiter vereinfacht wird die Nutzung von visuellen Drag-and-Drop-Tools. Die Etablierung von neuen Anwendungen oder die Anpassung bereits bestehender Anwendungen kann somit ohne große Vorlaufzeiten umgesetzt werden.

Das Vorgehen folgt dabei den agilen Prinzipien: aufwändige, vorgelagerte Konzeptionsphasen sind nicht nötig; die Umsetzung beginnt unmittelbar basierend auf einem grob definierten Prozess im Sinne von Epics, die weiter verfeinert werden und in einzelne User Stories unterteilt werden. Die Umsetzung erfolgt in Sprints; die Stakeholder, insbesondere die Endnutzer, werden kontinuierlich einbezogen. Damit wird eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit erreicht, bei Lieferung von großen Nutzwerten.

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