Schluss mit Amtsbesuchen

So funktioniert i-Kfz: Autos online zulassen

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Auch für E-Autos, Oldies und Autos mit Saisonkennzeichen

Zu den ab September geltenden Neuerungen zählt auch, dass nicht mehr nur Standardzulassungsvorgänge online möglich sind. Auch für E-Autos mit E-Kennzeichen, Oldtimer mit H-Kennzeichen oder Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen sollen die „i-Kfz“-Portale laut BMDV genutzt werden können.

Die Kosten: „Digitaler, schneller und günstiger“ sei das neue Verfahren, so das Ministerium. Zumindest der letzte Punkt stimmt bezogen auf die anfallenden Gebühren nicht ganz. Zwar spart man gegenüber dem Gang zur Zulassungsstelle, wo sich gerade in Ballungsräumen oft lange Warteschlangen bilden, Zeit.

Allerdings verlangen die Behörden auch mehr Geld. Laut ADAC beträgt die Gebühr für die Zulassung 27,90 statt 27 Euro vor Ort, die Umschreibung in einen anderen Zulassungsbezirk und Zuteilung eines neuen Kennzeichens mit und ohne Halterwechsel 28,20 statt 27 Euro.

Das Bundesverkehrsministerium verweise auf Sach- und Personalkosten bei der Online-Abwicklung, zum Beispiel für die Erstellung von erklärenden Begleitschreiben.

Günstiger ist laut dem Club die Abmeldung eines Fahrzeugs - sie kostet online 5,70 statt 6,90 Euro. „Die Preise beziehungsweise Gebühren sind bundesweit einheitlich“, so der ADAC. Hinzu kommen Portogebühren für den Versand der Dokumente.

Zulassung über den Versicherer

Ebenfalls neu zum Herbst ist, dass Autokäufer bei vielen Kfz-Versicherern auch die Zulassung für ihr Auto beantragen können. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) begrüßt dies als nahe liegenden Schritt, zumal Halter etwa nach einem Fahrzeugkauf ohnehin mit ihrem Versicherer in Kontakt stünden.

Möglich macht es die sogenannte Zentrale Großkundenschnittstelle beim Kraftfahrt-Bundesamt, über die juristische Personen des Privatrechts, wie Autohäuser und Zulassungsdienstleister, dann Zulassungsanträge in die «i-Kfz»-Portale einsteuern können.

Mit der neuen Möglichkeit könnten sich auch die Autokäufer den Gang zur Zulassungsstelle sparen, ohne dafür den elektronischen Personalausweis nutzen zu müssen. Für nicht ganz so internetaffine Verbraucher ist das eine gute Nachricht.

Laut GDV geht das Bundesverkehrsministerium davon aus, dass perspektivisch jedes zweite Auto nicht mehr persönlich vom Autokäufer, sondern von Kfz-Versicherern oder anderen Dienstleistern internetbasiert zugelassen wird.

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