Verkehrsfluss in Ellwangen Smarte Stadt mit smarter Ampel

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Eine intelligente Verkehrssteuerung für die Smart City: In Ellwangen, Baden-Württemberg, wird ein neues Ampelsystem getestet, das den Verkehrsfluss mit KI steuert.

In London konnte durch die intelligente Verkehrssteuerung die Reisezeit um bis zu 20 Prozent verkürzt und die Anzahl der Stopps um 15 Prozent reduziert werden.(© Frode – stock.adobe.com)
In London konnte durch die intelligente Verkehrssteuerung die Reisezeit um bis zu 20 Prozent verkürzt und die Anzahl der Stopps um 15 Prozent reduziert werden.
(© Frode – stock.adobe.com)

Mit London als Vorbild, hat sich Baden-Württemberg (BaWü) für ein Pilotprojekt mit einer intelligenten Verkehrssteuerung in Ellwangen entschieden: Das Yutraffic Fusion geht damit das erste Mal in Deutschland an den Start und steuert den Straßenverkehr mit KI. Dafür möchte das Land für einen verbesserten Verkehrsfluss mit weniger Emissionen und mehr Sicherheit sorgen.

Das Pilotprojekt läuft diesen Monat schon an und wird vollständig vom Bundesland getragen. Die Kosten sollen sich auf etwa 200.000 Euro belaufen und schließen die Ausgaben für die Softwarelizenz, der Erweiterung der Hardware und Konfiguration ein. Nach etwa sechs Monaten werden dann die Ergebnisse ausgewertet und die Erfahrungswerte für eine künftige Ausweitung miteinbezogen. Wenn die Ergebnisse vielversprechend sind, wird das Ministerium Empfehlungen für andere Städte aussprechen.

„Dieses Engagement für innovative Technologien ist in unserem Koalitionsvertrag verankert und trägt dazu bei, unseren Verkehr umweltfreundlicher und effizienter zu machen“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann. Das System kann in Echtzeit Daten erfassen und mithilfe aktueller sowie vergangener Geschehnisse den Verkehr einige Stunden im Voraus vorhersagen und so die Verkehrslage modellieren. Die prognostizierten Auswirkungen werden mit möglichen Reaktionsplänen verglichen und schließlich die beste Lösung ermittelt. Dabei kann sich das System entweder auf einzelne Kreuzungen beschränken oder die ganze Stadt in den Fokus nehmen. Außerdem wird nicht nur der Autoverkehr berücksichtigt, sondern auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), Radfahrer und Fußgänger. Im Anschluss wird die Ampelschaltung angepasst: In Ellwangen betrifft das zwölf Ampelanlagen entlang der Bundesstraße (B) 290 und der Südtangente.

Für Verkehrsplaner soll die neue KI nutzerfreundlich sein: Interaktive Karten und Diagramme bieten übersichtliche Live-Statusaktualisierungen, Planungs- und Fahrplan-Managementfunktionen. Die smarte Verkehrssteuerung ist zudem kompatibel mit verschiedenen städtischen Verkehrsleitsystemen und kann nahtlos als Cloud-basierte oder lokal gehostete Lösung eingesetzt werden.

Mit der Optimierung und Anpassung der Verkehrssteuerung, können kurzfristig Umleitungen durchgeführt werden, Verspätungen reduziert, aber auch Betriebskosten gesenkt werden. Vor allem ist das KI-gesteuerte Ampelsystem eine Lösung für die Zukunft: Denn das System wird stetig weiterentwickelt, neue Datenquellen und Technologien kommen hinzu und die Daten werden kontinuierlich angepasst. Falls in Zukunft mehr Bürger auf öffentliche Verkehrsmittel oder noch umweltfreundliche Alternativen wie das Fahrrad umsteigen, so ist auch das in der Planung gesichert.

Der Bürgermeister in Ellwangen, Volker Grab, freute sich über die Erstnutzung in seiner Stadt: „Ich bin gespannt darauf, wie die Ergebnisse der Testphase ausfallen werden. In zwei Jahren richten wir die baden-württembergische Landesgartenschau aus. Da müssen die Verkehrsabläufe in unserer Stadt optimiert sein, um einen reibungslosen Ablauf dieser sechsmonatigen Großveranstaltung garantieren zu können.“

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