Studie fordert Einsatz von nPA und De-Mail

Skepsis der Kommunen bremst eGovernment

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Wenn es Kommunen den Vorreitern gleichtun und Projekte mit dem nPA oder De-Mail realisieren wollen, ist strategisches Vorgehen gefragt. Nach einem Blick auf bereits erfolgreiche Beispiele anderer Behörden empfiehlt es sich, zunächst ein eigenständiges Projekt mitsamt einer Meilensteinplanung aufzusetzen. Darüber hinaus wird das Vorhaben befördert, wenn Kommunikationspartner inner- und außerhalb der Verwaltung für das Vorhaben werben.

Speziell für den nPA hat sich bewährt, zunächst mit einem Pilotprozess anzufangen und im Anschluss weitere Prozesse anzubinden. Dann halten sich Kosten und Aufwand in Grenzen, und die Erfahrungen aus dem Piloten können auf Folgeprozesse übertragen werden. Generell sinkt der Aufwand in Ländern, in denen zentrale Infrastrukturen bereitgestellt werden.

Die Herausforderung bei De-Mail liegt zum einen in der Installation eines Gateways und in der Einbindung in die bestehende IT-Infrastruktur. Zum anderen ist De-Mail in die geeigneten Verwaltungsprozesse und Fachverfahren zu integrieren. Daneben sind Fragestellungen zu Rollen und Berechtigungen, Veraktung und Langzeitspeicherung zu klären.

Weitere Informationen zur Umsetzung gibt es im Internet unter eID- und De-Mail-Projekten.

Dort gibt es Rat und Unterlagen zur eGovernment-Initiative, die unter Leitung des BMI mit über 30 Kooperationspartnern der öffentlichen Verwaltung erarbeitet wurden.

Das eGovernment-Gesetz wirkt sich positiv auf das elektronische Angebot in der Öffentlichen Verwaltung aus. Die gesetzlichen Vorgaben beziehen sich auf das Bundesrecht, gleichwohl geht damit eine Signalwirkung auf die Landesverwaltung und die Kommunen einher.

Dieser Eindruck wird durch die positive Einstellung zu eGovernment bestätigt: Immerhin 78 Prozent der Entscheider konnten dadurch bereits interne und externe Prozesse beschleunigen.

67 Prozent erhielten einen Erkenntnisgewinn bei der Nutzung der Daten, 63 Prozent konnten ihr Wissensmanagement innerhalb der Verwaltung verbessern, und immerhin 27 Prozent realisierten geringere Personal- und Sachkosten. Die Investitionen in ein sicheres eGovernment-Angebot können oftmals auf mehrere Schultern verteilt werden.

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