Mobilitätskonzepte der Kommunen

Shared Mobility regulieren, aber auch fördern

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Welche Optimierungsmöglichkeiten sich durch Demand Management und flexible Preisgestaltung ergeben, erläuterte Matthias Soppert von der Universität der Bundeswehr aus wissenschaftlicher Sicht.

Die richtigen Anreize setzen

Nora Goette von MILES Mobility beschäftigte sich in ihrem Vortrag konkret mit der Regulierung. Sie verglich die Situation in einzelnen Städten und ging darauf ein, welche Konzepte sich aus ihrer Sicht bewährt haben. In Bezug auf die Regulierung von Parkplätzen und -zeiten sind das vor allem:

  • Aussetzen der Höchstparkdauer
  • Aufhebung der Beschränkung auf Anwohnerparkplätzen
  • Ausbau der Carsharing-Parkplätze
  • Verpflichtender Ausbau der Ladeinfrastruktur in Kooperation mit dem Carsharing-Anbieter
Statistiken des CarSharing Verbandes (bcs)
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Bei den Gebühren gibt es einige Unterschiede. In Berlin etwa lägen die monatlichen Parkgebühren für Verbrennerfahrzeuge zwischen 160 und 190 Euro. Für Elektrofahrzeuge sollten sie ab dem nächsten Jahr immerhin halbiert werden. In anderen Städten wie München oder Düsseldorf gebe es dagegen Parkpauschalen für Verbrennerfahrzeuge – und keine Parkgebühren für eFahrzeuge. Nora Goette ging es dabei um die Anreize, die dadurch gesetzt würden, sowie um die Verhältnismäßigkeit im Vergleich zu den Einnahmen aus privaten Parkgebühren. Schließlich verfolgten sowohl Kommune als auch die Anbieter letztlich das Ziel, Emissionen zu verringern: „Da könnten uns Städte und Kommunen ein Signal geben, dass Carsharing ein Teil der Lösung ist.“

Die Möglichkeit, im Gegenzug die Gebühren für Anwohnerparkplätze zu erhöhen, ist den Kommunen durch eine entsprechende Gesetzesänderung gegeben und wird auch in mehreren Städten schon umgesetzt. Auch der DStGV verweist in seinem Papier explizit darauf und schlägt vor, dass Bund und Länder die Kommunen bei der Bewertung des Parkraums unterstützen sollen.

Wenn privates Parken teurer wird, müssen parallel aber auch die Alternativen in Form von Sharing-Angeboten zur Verfügung stehen. Praxisbeispiele für erfolgreiche kommunale Förderkonzepte finden sich auf der Website des Bundesverbandes CarSharing e. V. (bcs). Der Verband hat auch einen Leitfaden zur Umsetzung der Carsharing-Förderung erstellt.

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