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Neben den Anwendungsszenarien muss auch die Infrastruktur weiterentwickelt werden. Der Bund kann hier zu einer schnelleren Verfügbarkeit der AusweisApp für alle Betriebssysteme beitragen. Damit können die vorhandenen und künftigen Anwendungen auch von einer Vielzahl der Bürger genutzt werden.
Neben der vom Bund bereitgestellten Software gibt es bereits weitere am Markt verfügbare Software, um den Personalausweis sicher einzusetzen. Auch in diesem Bereich findet bereits der Wettbewerb zwischen verschiedenen Lösungsanbietern statt. Auf der CeBIT 2011 wurden erste Einsatzmöglichkeiten des Ausweises in Kombination mit Mobiltelefonen demonstriert.
Wie geht es weiter?
Die Einführung des Ausweises ist ein langfristiges Projekt, da spätestens im November 2020 alle deutschen Staatsangehörigen über eine solchen Ausweis verfügen. Das Land der Dichter und Denker braucht nun die entsprechenden „Macher“, um den Schlüssel erfolgreich einzusetzen und den Nutzen für die Verwaltung aber auch die Wirtschaft und die Bevölkerung zu erschließen.
Das Ziel muss es daher sein, eine kritische Masse an aktivierten Personalausweisen innerhalb der nächsten 24 Monate zu erreichen. Daher ist unter anderem aktiv für die Freischaltung zu werben.
Zudem arbeiten bereits alle Beteiligten (BMI, BSI, VfB, eID-Service-Provider, Soft- und Hardwarehersteller, Integratoren) an einer stärkeren Nutzbarkeit des neuen Personalausweises. So hat das BMI das Kompetenzzentrum neuer Personalausweis (http://www.ccepa.de) beauftragt, potenzielle Diensteanbieter bei Fragen zum Einsatz des Ausweises zu unterstützen.
Der Ausweis wird unser Leben nicht revolutionieren, jedoch zur einfacheren, schnelleren und sicheren Online-Prozessabwicklung beitragen. Durch die Aktivierung der Online-Funktion kann jeder Bürger diese Entwicklung unterstützen. Die Verwaltungen müssen aber auch den Bürger unterstützen.
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