Verwaltungsdigitalisierung international Schleswig-Holstein wird Partner des NIIS

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Schleswig-Holstein setzt bei der digitalen Transformation auf internationale Zusammenarbeit: Das Land wird sich in die Arbeit des Nordic Institute for Interoperability Solutions (NIIS) einbringen, das digitale Verwaltungslösungen entwickelt.

Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens in Kiel: Ville Sirviö, CEO des Nordic Institute for Interoperability Solutions (NIIS), und Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister in Schleswig-Holstein (v. l.). (© Staatskanzlei Schleswig-Holstein)
Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens in Kiel: Ville Sirviö, CEO des Nordic Institute for Interoperability Solutions (NIIS), und Dirk Schrödter, Digitalisierungsminister in Schleswig-Holstein (v. l.).
(© Staatskanzlei Schleswig-Holstein)

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein wird Partner des Nordic Institute for Interoperability Solutions (NIIS), das sich der Entwicklung und dem strategischen Management digitaler Verwaltungslösungen widmet. Ein entsprechendes Abkommen haben Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter und Ville Sirviö, CEO von NIIS, in Kiel unterzeichnet.

Über NIIS

Das Nordic Institute for Interoperability Solutions (NIIS) ist Netzwerk und Kooperationsplattform, zugleich aber auch eine Institution zur Umsetzung von IT-Entwicklungen. Schwerpunkte sind die praktische Zusammenarbeit, Erfahrungsaustausch und die Förderung von Innovationen. Die Anfänge des Instituts liegen in der Kooperationsvereinbarung zwischen Estland und Finnland zur Entwicklung von X-Road, einer Softwareumgebung zur sicheren Verbindung und Datenübertragung zwischen verschiedenen staatlichen und privaten Datenbanken, im Jahr 2013.
Aktuell (Stand Februar 2025) sind Estland, Finnland und Island Mitglieder des NIIS. Als Partner beteiligen sich die Ukraine, Schleswig-Holstein, die Färöer-Inseln und die Regierung von Åland. Zur NIIS-Website.

Als Partner kann Schleswig-Holstein auf das Fachwissen von NIIS zugreifen, an thematischen Diskussionen zu künftigen Entwicklungen teilnehmen und Arbeitsgruppen beitreten, die sich mit zentralen Herausforderungen der digitalen öffentlichen Infrastruktur befassen.

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter nannte die Partnerschaft „einen bedeutenden Schritt in unserer internationalen digitalen Zusammenarbeit“. Als Beispiel für die gemeinsame Entwicklung fortschrittlicher Technologien nannte er X-Road – „ein sicheres Datenaustauschsystem, das von NIIS entwickelt wurde, die digitale Infrastruktur verbessert und die grenzüberschreitende Partnerschaft fördert.“ Anwendungsfälle innerhalb des Landes sieht der Minister in der Standardisierung der Datenaustausch-Infrastruktur – besonders zur kommunalen Ebene und zur organisierten Zivilgesellschaft. Auch Unternehmen könnten damit deutlich einfacher eingebunden werden, so die Erwartung.

Gleichzeitig eröffneten sich durch die Partnerschaft und die gemeinsame Arbeit an Softwarelösungen neue Möglichkeiten des grenzüberschreitenden eGovernments, sagte Schrödter, zum Beispiel die digitale Kooperation mit Estland im Bereich Transport und Verkehr oder auch eine vereinfachte, datenbasierte Anerkennung von Qualifikationen.

Ville Sirviö, der CEO von NIIS, hieß Schleswig-Holstein „in der NIIS-Familie digital fortschrittlicher Regierungen“ herzlich willkommen. „Ihr Engagement zeigt die weltweite Nachfrage nach interoperablen Lösungen für digitale Regierungen, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Zudem freue er sich, Schleswig-Holstein künftig vielleicht als Vollmitglied des Instituts begrüßen zu dürfen.

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