„SicherKommunal in Sachsen-Anhalt“ Sachsen-Anhalt startet IT-Sicherheitsprojekt für Kommunen

Von Nicola Hauptmann 2 min Lesedauer

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Mit dem Pilotprojekt „SicherKommunal in Sachsen-Anhalt“ will Sachsen-Anhalt Kommunen den Weg in die Basisabsicherung erleichtern. Das BSI und weitere Partner unterstützen dabei, das Land stellt 170.000 Euro für die Umsetzung bereit.

Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales Dr. Lydia Hüskens: „Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir Blaupausen, die mit möglichst geringem Aufwand auf die Bedarfe anderer Kommunen angepasst werden können."(© Laurence Chaperon)
Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales Dr. Lydia Hüskens: „Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir Blaupausen, die mit möglichst geringem Aufwand auf die Bedarfe anderer Kommunen angepasst werden können."
(© Laurence Chaperon)

Sachsen-Anhalt hat prägende Erfahrungen mit Cyberangriffen auf Kommunen: Die Cyberattacke auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat 2021 den Katastrophenfall ausgelöst und Kosten von rund 2,5 Millionen Euro verursacht. Das Risiko solcher Angriffe hat sich seither nicht verringert, im Gegenteil – Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales Dr. Lydia Hüskens verweist auf die Zunahme der Cyberattacken.

Gleichzeitig sind viele Kommunen mit der Einrichtung des IT-Grundschutzes nach Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) überfordert. Mit „WiBA – Weg in die Basis-Absicherung“ hat das Bundesamt bereits eine Hilfestellung erarbeitet: Checklisten, anhand derer Kommunen ihren Sicherheitsstand bestimmen und notwendige Maßnahmen identifizieren können. Basierend auf dieser Initiative startet Sachsen-Anhalt jetzt das Projekt „SicherKommunal in Sachsen-Anhalt“, um Kommunen zu unterstützen. „Mit diesem Pilotprojekt möchten wir unsere Kommunen und Landkreise dabei unterstützen, den Weg zu mehr Cybersicherheit erfolgreich zu beschreiten“, erklärt Axel Gerster, Chief Information Security Officer (CISO) des Landes Sachsen-Anhalt. Mit dabei sind das BSI, ein spezialisierter IT-Dienstleister und weitere Partner.

Stellvertretend für die kommunalen Strukturen: Kreisstadt, Landkreis und Verbandsgemeinde wurden als Pilot-Kommunen die Stadt Halberstadt, der Salzlandkreis und die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ausgewählt.

Der erste Schritt ist jeweils eine Soll-/ Ist-Analyse. In Workshops sollen Sicherheitsleitlinien entwickelt, Maßnahmen abgeleitet und Prozesse definiert und Rollenkonzepte erarbeitet werden. Die Anwender werden auch bei der Priorisierung der Maßnahmen unterstützt.

Die Erkenntnisse sollen anschließend so aufbereitet werden, dass sie auf andere Kommunen übertragbar sind. „Mit diesem Pilotprojekt schaffen wir Blaupausen, die mit möglichst geringem Aufwand auf die Bedarfe anderer Kommunen angepasst werden können“, erklärt Lydia Hüskens. Das Land stelle 170.000 Euro für Umsetzung des Projektes bereit.

Geplant ist, den Stand der Cybersicherheit aller Kommunen, Städte und Landkreise in Sachsen-Anhalt nach dem erprobten Vorgehen zu beleuchten und mit den passenden Maßnahmen deren Sicherheitsniveau zu erhöhen. „Wir sind auf einem guten Weg, in unserem Land das IT-Grundschutz-Profil ‚Basis-Absicherung Kommunalverwaltung‘ flächendeckend umzusetzen und künftig Schäden durch Cyberangriffe zu minimieren“, so Lydia Hüskens.

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