YouGov-Umfrage
Papier, Fax, Aktenordner: Wo die Verwaltung analog bleibt

Ein Kommentar von Johannes Kapfer 3 min Lesedauer

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Digitalisierung ist das Dauerthema der Verwaltung – doch wie analog ist der Behördenalltag wirklich noch? Eine aktuelle Umfrage liefert überraschend deutliche Antworten.

Alte Technik, digital durchdrungen. Wenn es darauf ankommt, wird vielerorts noch analog gearbeitet.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Alte Technik, digital durchdrungen. Wenn es darauf ankommt, wird vielerorts noch analog gearbeitet.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Wer egovernment.de liest, beschäftigt sich in der Regel mit Digitalisierung. Doch drehen wir die Perspektive einmal um: Wo beginnt der Arbeitstag in deutschen Verwaltungen noch mit dem Griff zum Aktenordner – oder zum Faxgerät? Eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Softwareanbieters d.velop hat über 500 Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung befragt; von Kommunen über Landesbehörden bis zu Hochschulen. Die Ergebnisse zeigen, dass analoge Prozesse in vielen Dienststellen kein Randphänomen, sondern gelebter Alltag sind.

Von Urkunden bis Urlaubsantrag: Die hartnäckigsten Papierprozesse

Ganz oben auf der Liste befindet sich das Ausstellen von Urkunden und Dokumenten. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass dieser Vorgang noch weitgehend oder vollständig analog abläuft; und das, obwohl das papierlose Büro seit Jahrzehnten propagiert wird. Zusätzlicher Aufwand also in den Dienststellen sowie Wartezeiten bei Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen.