Critical Event Management

Öffentliche Sicherheit ist auf moderne Technologien angewiesen

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Was auf der „letzten Meile“ des Notfallmanagements zu oft fehlt, ist allerdings die Kommunikation. Schwerpunkte sind dabei die Warnung von potenziell Betroffenen und die Koordination der Rettungskräfte durch geplante und festgelegte Einsatzverfahren zwischen den zuständigen Behörden. Die Umsetzung dieser letzten Meile ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau der Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Moderne Technologien können das leisten, indem sie die Notfallmaßnahmen optimieren, Daten verwalten, nationale oder lokale Warnungen verbreiten, den Datenschutz gewährleisten und situationsbezogene Informationen liefern. Gleichzeitig senken öffentliche Warnplattformen die Kosten des Notfallmanagements und erhöhen die öffentliche Sicherheit, indem sie die Informationslücke zwischen Behörden und Bürgern durch eine schnelle und präzise Notfallkommunikation schließen – ein wichtiger Aspekt für die effiziente Risikobewältigung durch Regierungen.

Das Beispiel Deutschland

Die Flutkatastrophe im Aartal 2021 gab der Bundesregierung einen entscheidenden Anstoß, um zusätzlich zu dem bestehenden Modularen Warnsystem (MoWaS) weitere Notfallalarmierungskanäle zu implementieren. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellten die Verantwortlichen die Einführung der Cell-Broadcast-Technologie als ergänzenden Warnkanal vor. Das überarbeitete Warnsystem basiert auf der Lösung des auf Critical Event Management (CEM) spezialisierten Unternehmens Everbridge und ist auf die Mobiltelefone von Einwohnern und Besuchern gerichtet, die sich in gefährdeten Gebieten aufhalten – und das nicht nur in der Theorie: Alleine im Jahr 2023 gab das Public Warning Center zwischen Februar und April bereits 28-mal Alarm.

Das System nutzt die vorhandene Telekommunikationsinfrastruktur, ohne dass die ausdrückliche Zustimmung der Empfängerinnen und Empfänger erforderlich ist, um Menschen in einem bestimmten Gebiet zu erreichen, das Katastrophenrisiko zu verringern, die Kommunikation der Ersthelfer zu unterstützen und die Effektivität der Katastrophenkommunikation zu analysieren und anschließend Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zu ergreifen. Die Plattform ist vollständig konform mit den Datenschutzbestimmungen, einschließlich der DSGVO, und versetzt Behörden für öffentliche Sicherheit in die Lage, innerhalb weniger Sekunden einen Alarm an jedes Gerät zu senden, ohne persönliche Daten wie Namen oder Telefonnummern weiterzugeben. Aus wirtschaftlicher Sicht zeigt die Kosten-Nutzen-Analyse, dass ein modernes öffentliches Warnsystem, das die Koordinierung mehrerer Reaktionen auf jedes Krisenszenario ermöglicht, die Kosten für den Wiederaufbau sowie die menschlichen Verluste um mindestens das Zehnfache reduziert.

Wie der Einsatz in Deutschland zeigt, ist die Technologie bereit. Die auf diesen Sektor spezialisierten Unternehmen investieren ständig in die Entwicklung von Plattformen, die das Management der Kommunikation zwischen den wichtigsten Akteuren auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene verbessern. Die derzeit verfügbaren Systeme erleichtern die Alarmierung der Öffentlichkeit und die Kontinuität der Kommunikation in beide Richtungen. Diese Technologie und die kontinuierlichen Investitionen in sie sorgen für die Sicherheit der Öffentlichkeit.

Stefica Divkovic
ist Senior Vice President EMEA bei Everbridge.

Bildquelle: Everbridge

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