Critical Event Management Öffentliche Sicherheit ist auf moderne Technologien angewiesen

Ein Gastbeitrag von Stefica Divkovic 5 min Lesedauer

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Verstärkt durch den Klimawandel, sind Naturkatastrophen keine seltenen Phänomene mehr, sondern dauerhafte und reale Bedrohungen für Mensch und Staat. Um die Sicherheit zu gewährleisten, führt kein Weg mehr an Frühwarnsystemen mit moderner Technologie vorbei, die Menschenleben retten und Schäden minimieren können.

Moderne Warnplattformen identifizieren bedrohte Gebiete und stellen schnell die Kommunikation zu Betroffenen sowie Rettungskräften her(Bild:  Everbridge)
Moderne Warnplattformen identifizieren bedrohte Gebiete und stellen schnell die Kommunikation zu Betroffenen sowie Rettungskräften her
(Bild: Everbridge)

Die Kontrolle und Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit ist eine der Kernaufgabe von Regierungen. Die Art und Weise der Krisenbewältigung hat dabei einen maßgeblichen und dauerhaften Einfluss auf das tägliche Leben der Bürger sowie ihre Meinung über die Führung des Landes – die öffentliche Sicherheit ist damit sowohl Risiko, als auch Chance: Verpasst es die staatliche Seite, Bürgerinnen und Bürger frühzeitig vor kritischen Ereignissen wie Naturkatastrophen zu warnen oder reagiert sie nicht angemessen auf Notfälle, kann das im schlimmsten Falle Menschen in Lebensgefahr bringen. Nur wenn Regierungen über ein grundlegendes Verständnis von Warnprozessen verfügt, können sie die Resilienz in Krisensituationen verstärken. Um sicherzustellen, dass sie in Notfällen effizient und schnell reagieren, müssen staatliche Akteure Technologien einsetzen, die das operative Management einer Krise erleichtern und potenzielle Schäden begrenzen.

Plattformen für die öffentliche Sicherheit

Ein wirkungsvolles Kommunikationsmanagement und die Organisation von notwendigen Gegenmaßnahmen auf Krisensituationen setzen einen ganzheitlichen und gut koordinierten Lösungsansatz voraus. Die für das Krisenmanagement zuständigen Stellen müssen sowohl untereinander als auch mit der Öffentlichkeit schnell und einfach interagieren können, um Leben zu retten, wirtschaftliche Schäden zu minimieren, die Infrastruktur eines Landes zu sichern und die Fähigkeiten der amtierenden Regierung beweisen.

Eine Umfrage unter Ersthelfern ergab, dass 66 Prozent derjenigen, die mit der Gesamtleistung ihrer Organisation zufrieden sind, bei ihrer Arbeit Technologien zur Datenanalyse einsetzen und diese nicht nur als wichtig für ihre Arbeitsabläufe ansehen, sondern ihnen auch vollstes Vertrauen entgegenbringen. Darüber hinaus hat eine globale Studie unter 12.000 Personen gezeigt, dass 71 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger die Meinung vertreten, dass die Behörden der öffentlichen Sicherheit schnelle und flexible Systeme integrieren müssen, um die öffentlichen Sicherheit zu verbessern. 88 Prozent gaben ab, dass der Einsatz von Technologien die Sicherheit erhöhen sollte.

Ein Weg, diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist die Implementierung von öffentlichen Warnsystemen die über umfassende Kapazitäten für die Kommunikation, Synchronisierung und Analyse komplexer Daten verfügen. Diese werden aus meist sehr detaillierten und hyperlokalen Quellen wie Wettervorhersagen oder Verkehrsmeldungen generiert und über Satellitenbilder und sogar soziale Medien bezogen. Warnplattformen versetzen Behörden außerdem in die Lage, mit der Bevölkerung an betroffenen Orten schnell und über mehrere Kanäle zu kommunizieren, sodass sie bis zu 95 Prozent der anvisierten Zielgruppe erreichen können. Die Koordinierung und Kommunikation mit Einsatzkräften sind auf diese Weise auch spezifisch konfigurierbar, um etwa die Bedürfnisse der verschiedenen Rettungsdienste in den einzelnen Ländern zu erfüllen. Spezielle Technologieplattformen machen die Verbreitung eines Alarms einfach, unmittelbar und vor allem effektiv.

Bedrohung durch Klimakatastrophen abmildern

Aus globaler Sicht gehören klimabedingte Notfälle zu den häufigsten und haben mitunter die weitreichendsten und verheerendsten sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Ein Bericht der Weltbank von 2021 zeigt, wie der Klimawandel die Häufigkeit dieser Ereignisse erhöht. Zwischen 1980 und 2020 waren in der EU fast 50 Millionen Menschen von Naturkatastrophen betroffen, die die EU-Staaten jährlich rund 12 Milliarden Euro kosten.

Viele Regierungen haben bereits in fortschrittliche Technologien investiert, die klimabedingte Veränderungen und die damit verbundenen Risiken messen können, was zu einer riesigen Menge an Klimadaten geführt hat. Nach Angaben der NASA haben diese sehr präzisen Klimamodelle dazu beigetragen, die Vorhersage von Krisensituationen zu verbessern. In der Zwischenzeit haben sich Nichtregierungsorganisationen und Wohltätigkeitsorganisationen aktiv an der Milderung der Auswirkungen von Naturkatastrophen beteiligt, indem sie sich auf die Notfallhilfe konzentriert haben. Frühwarnsysteme für zahlreiche unterschiedliche Gefahrenquellen haben bereits zu einem erheblichen Rückgang der Sterblichkeit geführt: Einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie zufolge ist die Zahl der Todesopfer bei Naturkatastrophen von 50.000 in den 1970er Jahren auf weniger als 20.000 im Jahr 2010 gesunken.

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