KI-Assistenz in der Verwaltung NRW.Genius: Pilottests in den Kommunen starten

Von Nicola Hauptmann 1 min Lesedauer

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NRW.Genius, die KI-Verwaltungsassistenz, kommt auch in die Kommunen – das Pilotprojekt läuft bereits: Die Kreisstadt Bergheim wird die Anwendung als Erste testen.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung in NRW; Volker Mießeler, Bürgermeister der Kreisstadt Bergheim, und Dr. Dirk Weckendrup, Vizepräsident der IT.NRW, unterzeichneten die Vereinbarung zum Test von NRW.Genius in Bergheim (Februar 2026).(Bild:  Kreisstadt Bergheim)
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung in NRW; Volker Mießeler, Bürgermeister der Kreisstadt Bergheim, und Dr. Dirk Weckendrup, Vizepräsident der IT.NRW, unterzeichneten die Vereinbarung zum Test von NRW.Genius in Bergheim (Februar 2026).
(Bild: Kreisstadt Bergheim)

In der Landesverwaltung begann die erste Testphase schon im Herbst 2024, jetzt wird die KI-Assistenz NRW.Genius erstmals auch auf kommunaler Ebene erprobt: „Die Kreisstadt Bergheim leistet als Modellkommune echte Pionierarbeit, um digitale Innovationen landesweit nutzbar zu machen“, erklärte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung mit der Stadt und IT.NRW.

Die „KI made in Nordrhein-Westfalen“, wie die Ministerin sie nannte, bietet mehrere Funktionen, um die Arbeit der Verwaltungsangestellten zu erleichtern. Dazu gehören neben den üblichen Chats mit den angeschlossenen Sprachmodellen auch eine Rechercheassistenz und die Funktion „Chat with your documents“: NRW.Genius analysiert die hochgeladenen Dokumente und beantwortet Fragen dazu. Weitere Möglichkeiten sind das Zusammenfassen langer Texte und Dokumente sowie Textgenerierung, etwa die Erstellung von E-Mails oder Protokollen auf Basis von Stichpunkten oder Dokumenten. Im Sinne eines sicheren und datenschutzkonformen Betriebs werden keine Informationen über das Verhalten oder die Aktivitäten der Nutzenden gespeichert.

„Der Einsatz einer KI-Verwaltungsassistenz kann unsere Mitarbeitenden spürbar entlasten und dazu beitragen, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten“, formulierte Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler seine Erwartungen.

Die gewonnenen Erfahrungen aus der Praxis seien entscheidend, „um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung verantwortungsvoll und zielgerichtet weiterzuentwickeln“, sagte Ina Scharrenbach. Entsprechend sollen die Erkenntnisse, die die Bergheimer Verwaltung während der Erprobung in den nächsten Monaten sammelt, in die Weiterentwicklung der Anwendung einfließen.

Parallel wird NRW.Genius auch dahingehend weiterentwickelt, dass Behörden künftig auch eigene Datensammlungen anlegen können. Außerdem erarbeitet das Projekt GovTeuken ein KI-Sprachmodell für NRW.Genius, das speziell auf die öffentliche Verwaltung zugeschnitten ist. Basis ist das mit 24 EU-Amtssprachen trainierte Open-Source-Sprachmodell Teuken-7B.

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