Open Data 2.0 in der Praxis

Mehr Nutzen für Bürger und Wirtschaft – nicht nur beim eGovernment

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Mit KML kann man dem Bürger oder Wirtschaftsnutzer Daten direkt bereitstellen, man kann aber auch größere Karten bauen. Der Bürger kann dann leicht nicht nur in Rumeln-Kaldenhausen Wohnung, Kindergarten, Schule und Pflegeheim suchen, sondern auch in Nachbarstädten wie Krefeld oder Moers.

Auch Drittanbieter können bundesweite Anwendungen erstellen

Die zweite Abbildung in der Bildergalerie zeigt, wie offene Daten von Staat und Kommunen aggregiert und über öffentliche Portale zu Bürgern oder Drittanbietern fließen können, sodass die Nutzer letztlich einfach und kartenbasiert auf Informationen zugreifen können.

In England wird dieser Prozess, offene Daten in neuen Geschäftsmodellen von Drittanbietern bereitzustellen, durch einen stattlichen Inkubator unterstützt. Als Anfangsfinanzierung wurden 10 Millionen britische Pfund für das Open Data Institute (ODI) von der Regierung genehmigt, weitere Mittel wurden bereits von der Wirtschaft aufgebracht.

Als Direktoren konnten Nigel Shadboldt von der University of Southampton und www-Erfinder Tim Berners-Lee gewonnen werden.

Derzeit werden vom ODI mehrere Startups aus den Wirtschaftsbereichen Immobilien, Energie und Transport betreut. Der Vorteil ist, dass allein die Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle darüber entscheidet, ob eine Aktivität fortgesetzt wird oder nicht.

Auch für Deutschland kann man erwarten, dass der Vorsprung der anderen Staaten aufgeholt wird, wenn man sich einerseits über Standardisierung einigt und neben rechtlicher Zulässigkeit und technischer Machbarkeit, stringent am Nutzen orientiert:

Dazu ist es wahrscheinlich erforderlich, den Set der Akteure um Aktivisten aus der Zivilgesellschaft zu erweitern, auch einen Inkubator mit wirtschaftlichem Sachverstand zu bauen und vielleicht auch Akteure aus der Wirtschaft mit hinzuzunehmen.

(ID:38565700)