Open Data 2.0 in der Praxis

Mehr Nutzen für Bürger und Wirtschaft – nicht nur beim eGovernment

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Welche Informationen braucht eine umziehende Familie?

  • Für die Unterkunft sind Mietspiegel für Mietwohnungen und Gutachterausschüsse für den Hauskauf wichtig.
  • Sind Kitas, Schulen und Pflegeheime in der Nähe?
  • Wie sieht die Anbindung mit dem öffentlichen Personenverkehr aus?
  • Was weiß man über Umweltbelastungen?

Daten zu diesen Fragen sammelt die Öffentliche Hand seit Langem – sei es als Aufsichtsbehörde oder als Träger. Aber noch haben wir keine Ahnung, wie wir diese immensen Schätze dem zur Nutzung bringen, der sie braucht.

Aber ein Hauskauf zieht eine Investition zwischen 200.000 und 400.000 Euro nach sich – mit Folgen für die beteiligte Wirtschaft bei Bau, Verkauf oder Finanzierung, wobei die Öffentliche Hand selbst auch mit der Grunderwerbssteuer beteiligt sein kann.

Ein zu wiederholendes Jahr an einer falschen Schule kann schnell einen Verdienstausfall von 100.000 Euro bedeuten. Man kann sich Szenarien für die Wirtschaft denken: Ansiedlung, Absatzmärkte, Umfeld für Mitarbeiter. Bleiben wir bei der Familie, um das Prinzip darzustellen.

Machen wir mit Kindergärten eine Stichprobe bei den jüngst online gegangenen Open-Data-Portalen:

  • In Hamburg landet man auf dem Portal daten.hamburg.de auf einer interaktiven Eingabemaske des Kita-Infosystems, das es erlaubt nach Kitas zu suchen, die dann auf einer Karte mit zusätzlichen Beschreibungen angezeigt werden können.
  • In Moers findet man auf offenedaten.Moers.de ein Kindergartenverzeichnis, in dem Namen, Anschrift, Ansprechpartner verzeichnet sind und auf einer Google-Maps-Karte, wo der jeweilige Kindergarten seinen Standort hat.
  • In Rostock findet man auf www.opendata-hro.de eine KML-Datei (Keyhole Markup Language, eine XML-Derivat für Google Earth und Maps, das auch für andere Karten wie Bing Maps oder OpenStreetMap genutzt werden kann). Man sieht auf der Karte dann alle Rostocker Kindertagesstätten mit Namen, aber ohne Anschrift oder weitere Daten.
  • In der Bundeshauptstadt Berlin gibt es auf daten.berlin.de die Daten für Kindertagesstätten des Bezirkes Lichtenberg, der einen schönen Kita-Atlas mit eigener Kartenanwendung hat.
  • In Bremen gibt es auf www.daten.bremen.de eine Excel-Tabelle mit Namen, Anschrift, Telefonnummer, Anzahl der Plätze und Träger der Kitas.

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