Mehr Gefahr als Potenzial? Künstliche Intelligenz weckt zunehmend Ängste

Von Chiara Maurer 2 min Lesedauer

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Laut AXA Future Risks Report betrachtet die Mehrheit der Deutschen Künstliche Intelligenz (KI) als potenzielle existenzielle Bedrohung. Besonders besorgniserregend finden die Befragten die weitere Entwicklung, fehlende einheitliche Regelungen und die mangelnde Nachvollziehbarkeit in Bezug auf KI.

Kleiner süßer Schreiberling oder wachsende Gefahr? Die Studie zeigt ein durchwachsenes Stimmungsbild in Deutschland und der Welt beim Thema KI.(©  lerbank-bbk22 – via Canva.com)
Kleiner süßer Schreiberling oder wachsende Gefahr? Die Studie zeigt ein durchwachsenes Stimmungsbild in Deutschland und der Welt beim Thema KI.
(© lerbank-bbk22 – via Canva.com)

Bereits zum zehnten mal beleuchtet der AXA Future Risks Report die größten Zukunftsrisiken aus der Sicht der Deutschen. Ganz weit vorne in diesem Jahr: Künstliche Intelligenz. So sieht die Hälfte der Deutschen (50 Prozent) KI als eine mögliche existenzielle Bedrohung für die Menschheit.

Steigende Risikowahrnehmung

Die Befragten äußerten ihre größten Bedenken hinsichtlich der weiteren Entwicklung von KI. 21 Prozent sehen die fehlenden Regelungen als größtes Risiko, während 12 Prozent die mangelnde Nachvollziehbarkeit der KI als bedrohlich empfinden. Insgesamt befürchten 20 Prozent in den nächsten Jahren durch KI und Big Data erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesellschaft. Im vergangenen Jahr hingegen, äußerten noch nur neun Prozent der Deutschen diese Sorge.

Dabei löst sich Deutschland in Sachen Künstlicher Intelligenz im internationalen Vergleich vom Vorurteil der „German Angst“ und nimmt KI noch als ein entferntes Risiko wahr: Weltweit liegt der Anteil derer, die KI als ein sich schnell entwickelndes Risiko sehen bei 48 Prozent, in Deutschland bei nur 40 Prozent. Ähnlich steht es auch um die Sorge der Menschen, durch KI angegriffen zu werden. Während das weltweit 56 Prozent als Bedrohung sehen, äußerten in Deutschland nur 46 Prozent der Befragten diese Sorge.

Vertrauen in den deutsches Risikomanagement

Insgesamt beweisen die Deutschen ein hohes Vertrauen in den öffentlichen Apparat bezüglich des Risikomanagements von KI. 55 Prozent glauben, dass öffentliche Behörden gut vorbereitet sind, um ethische Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Technologie zu managen. Das zeigt auch die Frage nach den größten Risiken der kommenden fünf bis zehn Jahre. Experten und Expertinnen beweisen Awareness und platzieren „Big Data und Künstliche Intelligenz“ in der Risikowahrnehmung der Gesamtbevölkerung auf Platz 7; in der Gesamtbevölkerung erreicht das Thema hingegen nur den 14. Rang. Die größten Risiken, die die Deutschen für die kommenden fünf bis zehn Jahre sehen, sind der Klimawandel (46 Prozent), soziale Spannungen (41 Prozent) und die Energieversorgung (40 Prozent).

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