Nordrhein-Westfalen Künstliche Intelligenz in der Steuerfahndung

Von Susanne Ehneß 1 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz soll in Nordrhein-Westfalen künftig dabei helfen, in digitalen Asservaten verdächtige Transaktionen zu finden. 

Künstliche Intelligenz schaut bei der Steuerfahndung genau hin.(Bild: Jürgen Fälchle  – stock.adobe.com)
Künstliche Intelligenz schaut bei der Steuerfahndung genau hin.
(Bild: Jürgen Fälchle – stock.adobe.com)

Nordrhein-Westfalen lotet die KI-Nutzung für die Auswertung digitaler Beweismittel in der Steuerfahndung aus. Dafür ist das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) eine Forschungskooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS eingegangen. 

Ziel ist, einen KI-Prototyp zu entwickeln, der das Durchsuchen digitaler Asservate beschleunigt und verdächtige Geldströme aufdeckt, die der Finanzierung von Terrorismus dienen könnten. „In sichergestellten Datenmassen diese eine verdächtige Transaktion zu finden, die uns auf die Spur der Täter bringt, ist bisher langwierig und fordernd für unsere Fahnderinnen und Fahnder – bald wohl nicht mehr“, erklärt Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk. Die KI durchkämme Terabytes an Daten effektiv und gebe den Expertinnen und Experten des LBF NRW wichtige Hinweise.

Federführend für die Forschungskooperation beim Fraunhofer IAIS ist Informatik-Professor Dr. Christian Bauckhage. Er erklärt: „Das KI-System, welches wir mit dem LBF NRW entwickeln wollen, kann zum Beispiel Fotos von Rechnungen auch als Rechnung erkennen und anzeigen. Die Umwandlung aller Dateiformate in eine Textform führt dazu, dass der Ermittler oder die Ermittlerin sozusagen mit den Asservaten chatten und Fragen dazu stellen kann.“ So gebe die KI der Steuerfahndung die Möglichkeit, sich rasch und zielgerichtet auch durch große Datenmengen zu arbeiten und speziell die Verdachtspunkte aufzudecken, die auf Transaktionen zugunsten der Terrorismusfinanzierung hinweisen.

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