Studie Künstliche Intelligenz in der Schulleitung

Von Susanne Ehneß 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Drei Viertel der deutschen Schulleitungen nutzen bereits künstliche Intelligenz in ihrem Arbeitsalltag. Gleichzeitig gibt es nach wie vor einen hohen Bedarf an Fortbildung und rechtlicher Orientierung.

ChatGPT wird von Schulleitungen gerne genutzt.(Bild:  KI-generiert)
ChatGPT wird von Schulleitungen gerne genutzt.
(Bild: KI-generiert)

Die „Zukunftsstudie Schulmanagement 2025 – Digitalisierung im Schulleitungs- und Schulträgeralltag“ von Wolters Kluwer zeigt: Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Schulleitung angekommen. Knapp drei Viertel (74 Prozent) nutzen mittlerweile KI-Tools für ihre schulischen Aufgaben; vor zwei Jahren waren es rund 25 Prozent.

Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist breit gestreut. Entsprechende Tools werden laut Studie zur Textgenerierung – beispielsweise für Elternbriefe und Reden –, zur Überarbeitung von Texten, als Ideengeber, zur Vorbereitung von Gesprächen und Unterricht, zur Recherche sowie für Übersetzungen genutzt. Auch Schulträger setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz, beispielsweise für die Kommunikation mit Schulen, für Texterstellung und -prüfung sowie zur Recherche. Das am häufigsten genutzte KI-Tool ist – mit großem Abstand – ChatGPT, gefolgt von Fobizz und anderen.

Während die Nutzung von KI stetig zunimmt, ist das dahinterstehende Konzept oftmals noch mit Fragezeichen versehen. Wie die Studie ermittelte, besteht nach wie vor ein großer Fortbildungs- und Informationsbedarf. Rund 70 Prozent der Schulen verfügen laut Studie über kein Konzept zur Förderung von KI-Kompetenzen im Kollegium. Als Gründe wurden hautpsächlich Zeitmangel, fehlende Kenntnisse und rechtliche Unsicherheiten genannt. Gleichzeitig wünschen sich über 80 Prozent der Befragten mehr Wissen über geeignete Tools, 67 Prozent hätten gern mehr Unterstützung bei der Entwicklung einer KI-Strategie, und 42 Prozent nennen „Sicherheit und Datenschutz“ als zentrale Themen.

„Schulleitungen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – auch in rechtlich sensiblen Bereichen. Doch sie benötigen klare Rahmenbedingungen, verlässliche Unterstützung durch Schulträger und Zugang zu geprüften digitalen Werkzeugen“, betont Thomas Henseler, Verlagsleiter Public Education Management bei Wolters Kluwer. Der Wunsch nach Fortbildung, Orientierung und rechtlicher Sicherheit solle bildungspolitisch ernst genommen werden.

Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, Professorin für Pädagogik an der RPTU Kaiserslautern-Landau und eine der Expertinnen, die die Studie wissenschaftlich begleitet haben, ergänzt: „Digitalisierung in der Schule ist kein Technikprojekt, sondern ein Aushandlungsprozess über Bildung, Macht und Teilhabe – auch wenn KI scheinbar neutrale Lösungen verspricht.“

(ID:50639251)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung