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Darüber hinaus lassen sich Tests in videobasierte Unterrichtsinhalte integrieren, um Schülern die Möglichkeit zu geben, selbstständig online zu lernen und ihre eigenen Fortschritte zu beurteilen.
Mit dem Learning Center können Lehrkräfte Unterrichtsmaterialien online veröffentlichen und Aufgaben erstellen, um die Lernergebnisse der Schüler einfach zu beurteilen. Zudem lässt es sich als Response-System nutzen, um anhand von Umfragen die Aufmerksamkeit der Schüler im Klassenraum zu fördern. Die Antworten werden automatisch ausgewertet und die Ergebnisse in übersichtlichen Berichten zusammengestellt, die sofortiges Feedback bieten und die Lernergebnisse verbessern.
Tools für integriertes Lernen und umgedrehten Unterricht
Schulen können mit dem Learning Center Unterrichtsformen wie integriertes Lernen (Blended Learning), interaktives, selbstbestimmtes Lernen oder den “Umgedrehten Unterricht” umsetzen. Außerdem unterstützt es Konzepte wie BYOD (Bring your own device), bei denen die Schüler ihre eigenen Geräte in den Unterricht mitbringen dürfen.
Da moderne Software in Kombinationen mit Internet-, mobilen und cloudbasierten Technologien läuft, lassen sich vom Lehrer-PC aus auch Unterrichtinhalte auf Smart-Geräte präsentieren. Hierbei ist sogar möglich, dass die Schüler ihre eigenen Geräte im Unterricht verwenden.
Unterstützung von Hilfsprojekten in der Praxis
Ein Beispiel für Sozialeinrichtungen, die Deutschkurse für Flüchtlinge anbieten, ist Herzogsägmühle, eine Einrichtung der Freien Wohlfahrtspflege mit mehr als 1.300 Beschäftigten, die vom Verein „Innere Mission München – Diakonie in München und Oberbayern e.V.“ getragen wird. Im Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle wird ein Deutschkurs für eine sehr heterogene Gruppe an Asylbewerbern angeboten. Die Gruppe von rund 20 Asylbewerbern setzt sich aus Personen zusammen, die nicht mehr schulpflichtig sind, Schulpflichtigen, die noch keinen Platz in einer Integrationsklasse haben, sowie Analphabeten oder Geflüchteten, die aufgrund ihrer Herkunftsländer aus staatlich geförderten Sprachförderprogrammen fallen.
Seit November 2015 hat die Einrichtung ihr Lehrkonzept auf eine Lernwerkstatt mit drei Stationen umgestellt, um das unterschiedliche Eingangsniveau der Lernenden zu berücksichtigen. Gründe hierfür sind eine hohe Fluktuation sowie Unterschiede hinsichtlich kognitiver Fähigkeiten, Betreuungsintensität und Leistungsmotivation unter den Teilnehmern.
Im Einzelnen umfassen die drei Lernstationen die Vermittlung neuer Inhalte durch einen Hauptdozenten, die Vertiefung und Wiederholung von Lerninhalten durch Hilfsdozenten und das selbstgesteuerte Lernen am PC. Dabei bestand die Herausforderung des neuen Konzepts darin, einen höheren Koordinationsaufwand als im klassischen Lehrbetrieb zu bewältigen und die Unterrichtsinhalte neu zu ordnen. Insgesamt war auch darauf zu achten, dass der Veränderungsprozess die Dozenten nicht überforderte. Von der Lernwerkstatt verspricht sich Herzogsägmühle, künftig die Teilnehmeranzahl des Sprachunterrichts auszubauen, das Lernkonzept flexibler auf die Lernenden zuschneiden zu können, die Spezialisierung von Dozenten voranzutreiben und die Vernetzung von Lerninhalten in Projekten zu verstärken.
Netop stattet den Deutschkurs der Herzogsägmühle mit seiner Lösung Vision Pro und dem Learning Center seit Mitte 2016 aus. Mit der Klassenraum-Management-Lösung wird das Ziel verfolgt, den Aufwand für die Lernwerkstatt wirksamer bewältigen zu können.
* Karin Wullschleger, Country Manager D/A/CH von Netop Solutions
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