Sprachmodell trifft auf Persona KI-Agenten in der Verwaltung

Von Johannes Kapfer 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Sortieren, analysieren, zuweisen. Repetitive Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung werden immer häufiger von KI-Agenten erledigt. Doch wie funktionieren diese eigentlich?

In nicht all zu ferner Zukunft werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung von KI-basierten, agentischen Kollegen unterstützt.(Bild: ©  Anwesha Dey - stock.adobe.com)
In nicht all zu ferner Zukunft werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung von KI-basierten, agentischen Kollegen unterstützt.
(Bild: © Anwesha Dey - stock.adobe.com)

Spätestens seit der allgemeinen Verfügbarkeit von OpenAIs ChatGPT Ende 2022 ist das Thema künstliche Intelligenz im kollektiven Bewusstsein angekommen. Stand jetzt gibt es wohl wenige Personen, die noch nie mit einer KI oder einem Produkt derselben in Berührung gekommen sind. Einer Umfrage aus dem vergangenen Jahr zufolge haben mehr als 70 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens einmal mit einer KI im beruflichen Kontext aktiv interagiert. Dementsprechend sollte mittlerweile ein relativ großer Konsens darüber herrschen, welche Möglichkeiten und Risiken sich bei der Verwendung von KI-Modellen ergeben. Die Mehrzahl aller Interaktionen mit bestehenden Lösungen lief mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit folgendermaßen ab: Der Nutzer oder die Nutzerin hat einen Prompt – neudeutsch für maschinenverwertbarer Befehl – eingetippt und – je nach Lizenzmodell – ein mehr oder minder passendes Ergebnis erhalten. Dieses wird per erneutem Prompt beliebig oft angepasst. Im Anschluss hat man ein Ergebnis vorliegen und der eigene Spieltrieb ist befriedigt.

Im professionellen Alltag sind derartige Trial-and-Error-Verfahren nicht sonderlich zielführend, wenngleich sich dadurch einerseits gewisse Gewöhnungseffekte einstellen und andererseits niederschwellig Ressentiments abgebaut werden.

Personenkreise, die künstliche Intelligenz aktiv in ihren Arbeitsalltag integriert haben, gehen mehr und mehr dazu über, nicht ein einzelnes Produkt sondern vielmehr eine Verkettung verschiedener KI-Modelle zu verwenden. Zahlreiche Organisationen und Behörden haben aus diesem Grund eine Vielzahl verschiedener KI-Modelle lizenziert und diese an die individuellen Bedürfnisse des Hauses angepasst. Aber ob man nun ein kostenfreies oder ein bezahlpflichtiges Modell verwendet, eines haben sie alle gemein: Ohne die Eingabe der Nutzerinnen und Nutzer, ohne getätigte Prompts, geschieht nichts.

Nächste Iteration: Autonomie

Im Gegensatz zu „herkömmlichen“ Modellen künstlicher Intelligenz versteht man unter einem KI-Agenten eine autonome Softwareeinheit, welche ihre Umgebung wahrnehmen, in Eigenregie Entscheidungen treffen und vorgegebene Ziele verfolgen kann. Dabei verfügt sie über vier grundlegende Charakteristika.

  • Autonomie: Eigenständige Aufgabenbearbeitung ohne kontinuierliche menschliche Anleitung.
  • Planungsfähigkeit: Zerlegung komplexer Aufgaben in handhabbare und für menschliche ­Supervisoren jederzeit nachvollziehbare Teilschritte.
  • Gedächtnis: Speicherung und Nutzung vergangener Erfahrungen für aktuelle wie zukünftige Entscheidungen.
  • Entscheidungsfindung: Bewertung und Priorisierung verschiedener Handlungsoptionen zur optimalen Zielerreichung.

Auf der nächsten Seite geht es weiter.

(ID:50504735)

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung in der Verwaltung

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung